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Aktuell Amerika

Mutmaßlicher Brandstifter stoppt Flugverkehr in Chicago

Wegen eines brennenden Radarturms bei Chicago ist der Betrieb auf den beiden größten Flughäfen der US-Metropole zusammengebrochen. Nach ersten Ermittlungen deutet alles auf Brandstiftung hin.

Feuerwehrmänner und Polizisten fanden im Keller des brennenden Radarturms in Aurora im Bundesstaat Illinois einen verletzten Mitarbeiter der US-Flugsicherung. Der Mann ist nach Medienberichten dringend verdächtig, das Feuer gelegt zu haben. Der 36-Jährige habe sich über seine Versetzung nach Hawaii geärgert und wollte deshalb die Flugüberwachung sabotieren.

Selbst zugefügte Verletzungen

Der Mann habe Brandwunden und sich mit einem Messer selbst Verletzungen zugefügt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Hinweise auf einen Anschlag gebe es nicht, hieß es. Das Flug-Kontrollzentrum wurde evakuiert und abgeschaltet. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Das Feuer legte über Stunden hinweg die Chicagoer Flughäfen O'Hare und Midway lahm, zwei der größten Airports in den USA. Nach Angaben der US-Flugsicherheitsbehörde FAA wurden knapp 2000 Flüge gestrichen. Tausende Passagiere saßen fest.

Internationales Luftdrehkreuz

Der zeitweilige Betriebsstopp auf O'Hare, einem der größten internationalen Drehkreuze des Luftverkehrs in den USA mit jährlich rund 67 Millionen Reisenden, führte zu Beeinträchtigungen im gesamten Flugverkehr der Vereinigten Staaten. Der kleinere Flughafen Chicago Midway wird vor allem für Verbindungen innerhalb der USA genutzt. Die FAA geht nicht davon aus, dass sich der US-Flugbetrieb bereits an diesem Samstag wieder vollständig normalisieren wird.

Erst im Mai hatte ein Feueralarm in einem Kontrollturm den Verkehr an den beiden Flughäfen Chicagos gestoppt und Verspätungen von Hunderten Flügen nach sich gezogen. Grund war damals die Evakuierung einer regionalen Radareinrichtung gewesen, in der sich Rauch ausgebreitet hattee.

wl/jj (dpa, afp, rtr)

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