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Aktuell Europa

Mutmaßlicher Attentäter von Toulouse ist tot

Der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse ist tot. Er starb bei einem Feuergefecht, als Mitglieder der Eliteeinheit Raid die Wohnung in der er sich verschanzt hatte, stürmten. Zwei Beamte wurden verletzt.

Innenminister Claude Guéant erklärte, der Verdächtige habe das Feuer auf die Beamten eröffnet. Anschließend sei er mit einer Waffe in der Hand aus dem Fenster gesprungen. Draußen habe er weiter um sich geschossen. Die Polizei habe das Feuer in Notwehr erwidert. Danach sei tot auf dem Boden gefunden worden.

Der Erstürmung des Hauses waren drei schwere Explosionen vorausgegangen. Anschließend waren schwere Schusswechsel zu hören. Minutenlang wurden Schüsse aus automatischen Waffen abgegeben.

Hinhaltetaktik contra Zermürbungstaktik

Mehr als 32 Stunden hatte sich Mohamed Merah in der Wohnung in der südfranzösischen Stadt verschanzt. Mehrfach hatte er am Mittwoch nach Angaben der Ermittler in Verhandlungen erklärt, er wolle sich ergeben, doch geschehen war nichts. Mehra habe vielmehr erklärt, er wolle mit der Waffe in der Hand sterben, sagte Innenminister Guéant.

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Mutmaßlicher Serien-Mörder Merah ist tot

Am Abend war dann der Kontakt ganz abgebrochen. Die ganze Nacht über versuchte die Polizei, den mutmaßlichen Täter zur Aufgabe zu bewegen. Aber selbst auf Aktionen, bei der auch Fenster und Türen der Wohnung beschädigt wurden, reagierte Mehra nicht. Spekulationen wurden laut, der Verdächtige sei nicht mehr am Leben.

Der algerischstämmige Franzose, der sich zum Terrornetzwerk Al Kaida bekennt, soll in den vergangenen Tagen in Toulouse und Montauban drei Fallschirmspringer getötet haben. Außerdem soll er vor einer jüdischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Lehrer erschossen haben. Die Opfer waren am Mittwoch in Jerusalem und Montauban zu Grabe getragen worden.

Die Polizei war Merah am Dienstagabend auf die Spur gekommen und hatte sein Wohnhaus am frühen Mittwoch umstellt.

gmf/li ( dpa, afp, dapd, rtr)

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