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Dschihadismus

Mutmaßliche Islamisten in Deutschland festgenommen

Zielfernrohre, Funkscanner und Bargeld: Von mehreren Bundesländern aus hätten die Männer den Dschihad in Syrien gefördert, so die Bundesanwaltschaft. Auch ein ungewöhnliches Fahrzeug soll geliefert worden sein.

Syrien Ahrar al-Scham Miliz (Getty Images/AFP/B. al-Habibi)

Kämpfer für islamischen "Gottesstaat": Mitglieder der Ahrar al-Scham-Miliz in Syrien (Archivbild)

Die Bundesanwaltschaft hat drei mutmaßliche Unterstützer der syrischen Dschihadistenmiliz Ahrar al-Scham festnehmen lassen. Den Deutschsyrern im Alter von 36 bis 39 Jahren aus Berlin, Bayern und Niedersachsen wird vorgeworfen, die Gruppierung mit Geld und Technik unterstützt zu haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Ein Beschuldigter ist demnach dringend verdächtig, die Miliz in sieben Fällen mit Bargeld und technischer Ausrüstung wie Ferngläsern, Funkscannern, Zielfernrohren, Routern und Antennen im Wert von insgesamt mehreren tausend Euro unterstützt zu haben. Dabei sollen ihm die anderen beiden Beschuldigten geholfen haben. Einer von ihnen soll für Ahrar al-Scham auch zwei Pritschenwagen und einen Krankenwagen besorgt und die Pritschenwagen selbst nach Syrien gebracht haben.

Gegen Assad - für die Scharia

Die Ahrar al-Scham ist laut Bundesanwaltschaft "eine der einflussreichsten salafistisch-dschihadistischen Gruppierungen der syrischen Aufstandsbewegung". Sie kämpft im syrischen Bürgerkrieg für den Sturz von Präsident Baschar al-Assad - um einen allein auf die Scharia gegründeten islamischen "Gottesstaat" zu errichten.

Die Mitglieder der Dschihadistenmiliz stehen bereits im Fokus der Strafverfolgungsbehörden. Die Bundesanwaltschaft hatte am vergangenen Freitag gegen zwei 22 und 24 Jahre alte Syrer vor dem Oberlandesgericht München wegen Mitgliedschaft in der Ahrar al-Scham Anklage erhoben. Diese Beschuldigten sollen sich unter anderem an Kämpfen in Syrien beteiligt haben.

jj/as (dpa, afp)