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Aktuell Europa

Mutmaßliche Dschihadisten in Spanien gefasst

Die insgesamt sieben Festgenommenen sollen Terrorgruppen im Irak und in Syrien mit Waffen und Geld versorgt haben. Die Lieferungen waren als humanitäre Hilfe getarnt. Der Innenminister spricht von einem wichtigen Schlag.

Die Festnahmen seien in den Provinzen Valencia und Alicante im Osten des Landes sowie in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta erfolgt, teilte das Innenministerium in Madrid mit.

"Das war ein sehr wichtiger Schlag", sagte Innenminister Jorge Fernández Díaz vor Journalisten in Barcelona. Den Festgenommenen wird Zusammenarbeit mit den Terrorgruppen Islamischer Staat und Jabhat al Nusra zur Last gelegt.

Sie sollen von verschiedenen spanischen Häfen aus in großen Containern unter anderem Waffen, Material zum Bau von Bomben, Geld, Computer und Kommunikationssysteme in die Bürgerkriegsgebiete geschickt haben. Die Sendungen seien stets als humanitäre Hilfe deklariert worden.

Verbindungen in andere europäische Länder

Die "perfekt organisierte" Zelle hatte nach Angaben des Innenministeriums zur Tarnung ihrer Aktivitäten ein Firmennetz unterhalten. Sie habe Verbindungen zu Komplizen in anderen Ländern Europas gehabt, teilte das Ministerium mit, ohne einzelne Länder zu nennen.

Die Gruppe habe sich unter anderem auch der Geldwäsche und der Anwerbung von Frauen zur Heirat mit Dschihadisten gewidmet, hieß es. Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf Spanier mit arabischen Wurzeln sowie um einen Marokkaner und einen Jordanier. Der Polizei zufolge stand die Terrorzelle bereits seit 2014 unter Beobachtung.

Seit Anfang 2015 wurden in Spanien nach Angaben des Innenministeriums 83 mutmaßliche Dschihadisten festgenommen.

gri/ago (dpa, ap)