1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

DW exklusiv:

Mutmaßliche Archäologen-Kidnapper in Nigeria verhaftet

Mehrere Tage wurden zwei deutsche Archäologen im Norden Nigerias gefangen gehalten. Die mutmaßlichen Täter seien jetzt verhaftet worden, bestätigte Verteidigungsminister Dan Ali der DW.

Nigerias Verteidigungsminister Mansur Dan Ali bestätigten dem DW-Korrespondenten Ubale Musa in Abuja, dass die mutmaßlichen Kidnapper der beiden deutschen Archäologen verhaftet wurden. Dan Ali äußerte sich am Rande eines Treffens von Vertretern der Sicherheitskräfte mit Vizepräsident Yemi Osinbajo, der zurzeit die Regierungsgeschäfte führt. Auch der Generalinspekteur der Polizei bestätigte die Festnahme.

Die beiden Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität wurden am Sonntag freigelassen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts befanden sie sich in der Obhut der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Abuja. Ihnen gehe es "den Umständen entsprechend gut". Von Seiten der nigerianischen Polizei hieß es, die Entführter hätten die beiden Wissenschaftler freigelassen, es habe keine Befreiungsaktion der Sicherheitsbehörden gegeben. Der Sprecher der Polizei des Bundesstaats Kaduna, Usman Aliyu, sagte, seines Wissens nach sei auch kein Lösegeld gezahlt worden.

Die beiden Archäologen waren am Mittwoch zuvor im Bundesstaat Kaduna von bewaffneten Männern verschleppt worden. Nach Angaben der Polizei wurden dabei zwei Dorfbewohner, die als Personenschutz für die Wissenschaftler gearbeitet hätten, von den Angreifern getötet.

Forschung über die Nok-Kultur

Nach Behördenangaben arbeiteten die beiden Archäologen schon seit zehn Jahren an einer Ausgrabungsstätte in Kaduna. In Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Zentrum für Denkmalschutz forschten sie demnach zur vorchristlichen Nok-Kultur.

Im Norden Nigerias kommt es häufig zu Entführungen. Zumeist handelt es sich bei den Tätern um Kriminelle, die Lösegeld erbeuten wollen. Aber auch Kämpfer der islamistischen Terrorsekte Boko Haram sind dafür berüchtigt.

mm/uh (DW-Haussa)

Die Redaktion empfiehlt