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Wissen & Umwelt

Muss ich als Mann, Ende 60, Angst um mein Leben haben?

Lemmy, Bowie, Rickman und Frey. Vier bekannte Männer sterben kurz nacheinander. Sie sind etwa gleich alt, Ende 60. Bei dreien war es Krebs. Genau das sollte uns Männer wachrütteln!

Es begann mit Lemmy Kilmister.

Als Lemmy Ende Dezember starb, wurde wenig später bekannt, dass er an einem "aggressiven" Krebs erkrankt war. Sein Ableben war keine besonders große Überraschung, und trotzdem für viele ein Schock.

Der Motörhead-Frontmann lebte auf der Überholspur. Er lebte den Rock n' Roll. Er war Rock n' Roll. Whisky, Wodka und andere Drogen seine ständigen Begleiter.

Lemmy litt außerdem unter Bluthochdruck und Diabetes. Er war gerade 70 geworden.

Eine Woche später starb David Bowie. 18 Monate lang kämpfte er gegen den Krebs. Auch er war Zigaretten, Alkohol und Drogen lange Zeit nicht abgeneigt. Kurz nach seinem 69. Geburtstag starb er.

Fünf Tage später folgte Alan Rickman. Der "Stirb langsam"-, "Robin Hood"- und "Harry Potter"-Schauspieler erlag dem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Im Februar wäre er 70 Jahre alt geworden.

Glenn Frey machte das Quartett komplett. Seine Familie und Bandmitglieder von "The Eagles" veröffentlichten ein Statement, wonach der Musiker an einer rheumatoiden Arthritis, akuten Dickdarmentzündung und Lungenentzündung starb. Er wurde 67 Jahre alt.

Im selben Alter

Haben Drogen und Alkohol den Krebs bei Lemmy und Bowie ausgelöst?

Starben die Vier so früh, weil sie als berühmte Musiker und Schauspieler eben ein schillerndes und zum Teil vielleicht auch nicht ganz ungefährliches Leben gelebt hatten? (Wobei Rickman - so scheint es - der Inbegriff des seriösen, englischen Schauspielers war und nichts mit Rockstar-Ausschweifungen auf Hollywoods Sunset Strip im Sinn hatte.)

Oder war es einfach nur ihre Zeit zu gehen - mit Ende 60?

Nein! Lemmy, Bowie, Rickman und Frey waren definitiv zu jung.

Das belegen auch diese Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Jeder von ihnen hätte noch mindestens fünf Jahre Lebenszeit gehabt.

Deswegen ist ihr Tod eine Lektion und ein Appell an uns Männer!

Dem plötzlichen Tod ein Schnippchen schlagen

Denn zu einem gewissen Teil haben wir unser Schicksal selbst in der Hand. Den Zeitpunkt unseres Ablebens können wir zumindest ein Stück weit selbst bestimmen. Zum Beispiel durch regelmäßige medizinische Checks. Oft können ernsthafte Erkrankungen dabei so früh erkannt werden, dass Ärzte sie erfolgreich bekämpfen können.

Welche Vorsorgeuntersuchungen für Männer Sinn machen und welche dringend empfohlen werden,

fasst zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammen.

Ein Auszug:

  • Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen (ab 35 Jahre, alle zwei Jahre)
  • Früherkennung von Hautkrebs (ab 35 Jahre, im Abstand von zwei Jahren
  • Früherkennung von Prostatakrebs (ab 45 Jahre, jährlich)
  • Früherkennung von Darmkrebs (im Alter von 50-54 Jahre, jährlich)
  • Darmspiegelung (ab dem Alter von 55 Jahren, zwei Untersuchungen im Abstand von zehn Jahren)

Das Beste, was Sie nach Lesen dieses Artikels tun können: Vereinbaren Sie einen Termin beim Arzt ihres Vertrauens! Mit Ende 60 zu sterben ist wirklich zu früh!

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