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Musik

"Muslime tragen den neuen Judenstern" - Naidoos neuer Song provoziert

Parallel zur Diskussion um den Bundeswehreinsatz in Syrien hat der Journalist Jürgen Todenhöfer ein Lied des Sängers Xavier Naidoo auf seiner Facebookseite gepostet. Der Song "Nie mehr Krieg" sorgt für große Verwirrung.

"Nie mehr Krieg. Wenn wir das nicht sagen dürfen, läuft doch etwas schief", singen die Söhne Mannheims im Refrain des Liedes. Das klingt wenig provokant. Doch gleich zu Beginn der ersten Strophe singt Xavier Naidoo: "Muslime tragen den neuen Judenstern, alles Terroristen, wir haben sie nicht mehr gern." Publizist Todenhöfer schrieb dazu auf Facebook: "Liebe Freunde, Xavier Naidoo hat mir gestern dieses ergreifende, noch unveröffentlichte Lied geschickt: 'Nie mehr Krieg!' Wir posten es heute gemeinsam hier auf Facebook. Denn wir sind gegen Krieg! Bitte helft mit, diese Botschaft zu verbreiten." Bis Freitagvormittag wurde der Song bereits rund 2 Millionen Mal angeklickt.

Der umstrittene Journalist

Jürgen Todenhöfer sitzt in einer Talkshow (Foto: picture alliance/ZB)

Jürgen Todenhöfer - gerne Gast in Talkshows

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Publizist Jürgen Todenhöfer sorgte Ende 2014 mit einer zehntägigen Reise zum sogenannten "Islamischen Staat" nach Syrien für heftige Kritik. Um ein Interview mit Syriens Präsident Baschar al-Assad zu bekommen, habe er sich über jedes professionelle Maß hinaus angebiedert. Statt wie ein Journalist habe er sich wie ein Freund des Diktators dargestellt, warf ihm damals die libanesische Nachrichtenseite "Now News" vor. Todenhöfer soll zudem Assad als "Hoffnung für Syrien" gelobt haben.

Der umstrittene Musiker

Auch Sänger Xavier Naidoo ist sehr umstritten. Ihm werden Antisemitismus, Homophobie und ein Hang zu Verschwörungstheorien vorgeworfen. Der NDR hatte Naidoo im November als den deutschen Vertreter beim ESC 2016 in Schweden vorgestellt. Nach erheblichen Protesten hatte der Sender allerdings die Nominierung kurz darauf zurückgezogen. Zu dem aktuellen Wirbel um "Nie mehr Krieg" wollte sich Naidoo bislang nicht äußern.

cp/as (dpa, meedia.de)

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