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Kultur

Musikantenstadl-Moderator Karl Moik ist tot

Der frühere Moderator des "Musikantenstadl", Karl Moik, ist im Alter von 76 Jahren in Salzburg gestorben. Der Österreicher wurde unter anderem mit der Goldenen Kamera und dem Bambi ausgezeichnet.

Karl Moik wurde am 19. Juni 1938 im österreichischen Linz geboren. Als launiger Ansager bei einem Fußballspiel fiel er einem Redakteur des Österreichischen Rundfunks (ORF) auf und begann alsbald seine Karriere in der "Volkstümliche Hitparade".

Karl Moik erfand 1980 für das österreichische Fernsehen den "Musikantenstadl". Drei Jahre später wurde die Sendung mit großem Erfolg auch vom Deutschen Fernsehen übernommen. Als Moderator brachte ihm die Sendung international ungewöhnliche Popularität ein. Seinen Fans wird er als "Bewahrer deutschen Liedguts" in Erinnerung bleiben, während seiner Gegner ihn damals als "Inbegriff schunkelnder Spießigkeit" sahen. Doch der Erfolg spricht mit sieben Millionen Zuschauern pro Sendung für sich. Die Beliebtheit seiner Sendung zeigte sich auch bei Karl Moiks Auslands-TV-Produktionen, die den "Musikantenstadl" unter anderem nach Russland, Kanada, Australien und Südafrika führten.

"Musikantenstadl" - international berühmt

Er selbst zählte die erste Sendung in der DDR nach der Maueröffnung 1989, ein Treffen mit Nelson Mandela anlässlich einer Live-Sendung aus Kapstadt 1998 und eine Sendung aus Peking mit Auftritt vor dem Tor der "Verbotenen Stadt", die auch im chinesischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, zu den Höhepunkten seiner Karriere.

2006 hatte Karl Moik seinen "Musikantenstadl" abgegeben und lebte seitdem zurückgezogen. 2014 erlitt er einen schweren Herzinfarkt und ist jetzt im Alter von 76 Jahren gestorben.

az/as (afp/Munzinger)