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Schwäbisch

Musik aus dem Ländle: Die Schwaben-Hymne

Natürlich haben die Schwaben eine eigene Landeshymne. Justinus Kerner textete das Gedicht 1818 zu einer Melodie, die wenige Jahre zuvor anonym komponiert worden war. Daraus entstand die Schwaben-Hymne.

Preisend mit viel schönen Reden
ihrer Länder Wert und Zahl,
saßen viele deutsche Fürsten
einst zu Worms im Kaisersaal.

"Herrlich", sprach der Fürst von Sachsen,
"ist mein Land und seine Macht;
Silber hegen seine Berge
wohl in manchem tiefen Schacht."

"Seht mein Land in üpp'ger Fülle"
sprach der Kurfürst von dem Rhein,
"goldne Saaten in den Tälern,
auf den Bergen edlen Wein!"

"Große Städte, reiche Klöster",
Ludwig, Herr zu Bayern sprach.
"schaffen, dass mein Land dem euren
wohl nicht steht in Schätzen nach."

Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
sprach: "Mein Land hat kleine Städte,
trägt nicht Berge silberschwer.

Doch ein Kleinod hält's verborgen
dass in Wäldern, noch so groß,
ich mein Haupt kann kühnlich legen
jedem Untertan in Schoß."

Und es rief der Herr von Sachsen,
der von Bayern, der vom Rhein:
"Graf im Bart, Ihr seid der Reichste!
Euer Land trägt Edelstein."

Text: Justinus Kerner (1818)
Redaktion: Hanna Grimm

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