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Kultur

Museum Judengasse in Frankfurt am Main wiedereröffnet

Im Frankfurter Ghetto für die jüdische Bevölkerung lebten die Bewohner der Judengasse rund 350 Jahre unter katastrophalen Umständen. Nach zweijährigem Umbau wurde das Museum Judengasse jetzt wiedereröffnet.

Ein "Denkmal der Schmach und Erniedrigung" nannte Salomon Korn, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, die Judengasse bei der Wiedereröffnung des Museums am Sonntag. In einer neugestalteten Dauerstellung werden die Geschichte, die Kultur und das Alltagsleben der Juden vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert erzählt. Das Museum zeigt 115 Exponate auf einer Ausstellungsfläche von rund 1000 Quadratmetern.

Die Judengasse außerhalb der Stadtmauern Frankfurts war das erste jüdische Ghetto in Europa. In der 300 Meter langen Gasse lebten bis zu 4000 Juden unter verheerenden hygienischen Bedingungen. Das Museum Judengasse ist Teil des Jüdischen Museums Frankfurt. Die Frankfurter Judengasse sei eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa, sagte Museumsdirektorin Mirjam Wenzel in ihrer Eröffnungsrede. Das Museum wolle auch überraschende Perspektiven auf die Beziehungen zwischen Juden und Christen eröffnen.

Blick in die Ausstellung des Museum Judengasse (Foto: Norbert Miguletz, Jüdisches Museum Frankfurt)

Blick in die Ausstellung

Das Museum Judengasse präsentiert sich als Teil eines historischen Ensembles. Dazu gehören auch der alte jüdische Friedhof und die Gedenkstätte Börneplatz. Hier wird an die im Holocaust aus Frankfurt in Konzentrationslager deportierten und ermordeten Juden und an die von den Nazis vernichtete Synagoge erinnert.

cp/nf (kna, epd, Frankfurter Rundschau)