1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Reise

Museum for Urban Contemporary Art eröffnet

Endlich können Berlin-Besucher den Unterschied von Street Art und Urban Art an konkreten Kunstwerken studieren. Ab sofort ist das bisher weltweit einzigartige Museum in Berlin geöffnet.

Streetart und feste Museumswände sind eigentlich ein Widerspruch. Doch "Urban Art ist die Fortsetzung von Street Art in Innenräumen", so erklärt die Künstlerische Direktorin Yasha Young das neueMuseum im Stadtteil Schöneberg.

Berlin Pressekonferenz zum Baustart für ein geplantes Street-Art-Museum (picture alliance / dpa)

Yasha Young, Urban Nation Museum for Contemporary Art

"UNique. UNited. UNstoppable.“ heißt das Motto der Ausstellung. Etwa 130 Urban-Art-Künstler zeigen ihre Werke, beispielsweise Herakut mit einem Bild von zwei Flüchtenden. Beide tragen orangefarbene Schwimmwesten und Perlenkronen. "Queens of the Sea" ist der Titel. Mit anderthalb Metern ist es nicht besonders hoch. Eindringlich jedoch ist der Blick der beiden Flüchtlingsfrauen, dem sich Betrachter nur schwer entziehen können.

Es werden allerdings nicht nur politische Motive gezeigt. Das Haus will vor allem einen Überblick geben über die Geschichte der Kunstart, verschiedene Stile, Traditionen, Techniken und neue Trends, wie Yasha Young erklärt. Die ausgestellten Werke werden nach einiger Zeit durch neue ausgetauscht. Viele Kunstwerke sollen aber fotografiert und für ein Archiv dokumentiert werden.

Geplant sind auch Workshops, Vorträge und eine Bibliothek. Berührungsängste sollen abgebaut werden, das Museum will nicht nur Szenekenner begeistern, sondern auch ein breites Publikum ansprechen.

Zudem will das Haus regelmäßig zehn Gastkünstlern eine Heimat auf Zeit bieten. Ab 2018 seien zehn sogenannte "Residenzen" geplant. In regelmäßigen "Open Studios" sollen Besucher den Künstlern bei der Arbeit zuschauen können. Nach einiger Zeit wird dann eine neue Künstler-Generation in dem Museum ihr Schaffen präsentieren.

Selbst die Museumsfassade an einem Gründerzeitbau wird sich gelegentlich wandeln und immer wieder mit neuen Wandgemälden, sogenannten Murals, bespielt werden.

is/at (epd, urban-nation.com, berlin.de,)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links