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Kultur

Museum für Geschichte der amerikanischen Indianer

Die Geschichte der Ureinwohner der USA wird ab Herbst dieses Jahres in einem Nationalmuseum in Washington erzählt. Nach 15 Jahren Planung und Bau soll das "National Museum of the American Indian" am 21. September eröffnen, teilte Museumsdirektor Richard West am Donnerstag in Washington mit. Das Gebäude steht nur wenige Meter vom Kapitol entfernt auf der "Mall", der zentralen Museums- und Gedenkmeile der US-Hauptstadt. "Damit erlangt unsere Kultur ihre längst überfallige Anerkennung", sagte West, selbst Angehöriger zweier Indianer-Stämme im Bundesstaat
Oklahoma. Das Museum solle aber nicht nur die mehr als 10.000 Jahre alte Geschichte der ersten Bewohner Amerikas zeigen, sondern auch Treffpunkt und Ort der Versöhnung zwischen Ureinwohnern und anderen US-Bürgern sein.

In dem 200 Millionen Dollar (159 Millionen Euro) teuren Kalkstein-Gebäude, das die Form einer von Wind und Wasser geformten Felsformation hat, werden auf 250.000 Quadratmetern mehr als 800.000 Exponate, darunter Zelte, Schmuck und Waffen, zu sehen sein. Rund die Hälfte der Baukosten, 95 Millionen Dollar (75 Millionen Euro), hat
das Museum von Stiftungen und Privatpersonen gesammelt. Der Rest kommt aus der Staatskasse. Der Eintritt wird wie in allen Museen auf der "Mall" kostenlos sein. Die Museumsleitung erwartet bis zu sechs Millionen Besucher im Jahr.