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Tennis

Murray eine Nummer zu groß für Dustin Brown

Das Feld der deutschen Profis in Wimbledon lichtet sich. Dustin Brown ist gegen Titelverteidiger Andy Murray chancenlos. Auch für zwei andere deutsche Spieler ist die zweite Runde Endstation. Nur Carina Witthöft gewinnt.

Nichts zu holen war für den deutschen Tennisprofi Dustin Brown gegen den Briten Andy Murray. Der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger in Wimbledon gewann ohne Mühe glatt in drei Sätzen mit 6:3, 6:2 und 6:2. Damit verpasste Brown einen ähnlichen Coup wie vor zwei Jahren. Damals hatte der Deutsch-Jamaikaner sensationell in der zweiten Runde den Spanier Rafael Nadal aus dem Rennen geworfen. Murray dominierte das Match von Beginn an und zog Brown vor allem mit seinen starken Returns den Zahn. "Er war einfach zu gut heute und hat auf alles eine Antwort gefunden", sagte Brown. "Er hat über die drei Sätze eigentlich nichts zugelassen.". 

Dustin Brown im Spiel gegen Andy Murray. Foto: Reuters

Wehende Mähne, wenig Punkte: Dustin Brown

Mit dem 32-Jährigen verabschiedete sich der siebte von neun deutschen Männern, die in Wimbledon an den Start gegangen waren. Auch für Peter Gojowczyk und Florian Mayer war die zweite Runde Endstation. Qualifikant Gojowczyk verlor gegen den an Nummer 18 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut in vier Sätzen mit 2:6, 1:6, 6:3 und 3:6. Mayer unterlag gegen den an Nummer sieben gesetzten Kroaten Marin Cilic mit 6:7 (2:7), 4:6 und 5:7. Der US-Open-Sieger von 2014 hatte zum Auftakt bereits Philipp Kohlschreiber bezwungen.

Ohne Probleme erreichte French-Open-Sieger Rafael Nadal die dritte Runde. Der 31 Jahre alte Spanier besiegte Donald Young aus den USA mit 6:4, 6:2 und 7:5.

Witthöft erreicht Runde drei

Für den einzigen Sieg eines deutschen Profis am dritten Tag im All England Club sorgte Carina Witthöft. Die 22-Jährige gewann gegen die 19 Jahre alte Weißrussin Aryna Sabalenka in drei Sätzen mit 7:6 (7:5), 3:6 und 6:3 und zog zum zweiten Mal nacheinander in die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon ein.

Auch die frühere Weltranglisten-Erste und zweimalige Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka erreichte nach ihrer Babypause die dritte Runde. Die 27 Jahre alte Weißrussin gewann gegen Jelena Wesnina aus Russland mit 6:3 und 6:3. Asarenka war erst in der vergangenen Woche auf Mallorca nach über einem Jahr Pause auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Im Dezember 2016 war ihr Sohn Leo zur Welt gekommen. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft die Melbourne-Siegerin von 2012 und 2013 auf die Britin Heather Watson. 

Großbritannien London - Tennis Wimbledon (picture-alliance/dpa/AP Photo/K. Wigglesworth)

Kurz nach ihrer Babypause ist die ehemalige Nummer eins der Welt, Victoria Asarenka (r.), schon wieder in guter Form

Eine andere Rückkehrerin muss dagegen die Koffer packen. Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien unterlag der US-Amerikanerin Madison Brengle aus den USA mit 3:6, 6:1 imd 2:6. Kvitova hatte erst bei den French Open ihr Comeback auf der Tennis-Tour gegeben. Nach der brutalen Messerattacke eines Einbrechers Ende des vergangenen Jahres hatte die Wimbledonsiegerin von 2011 und 2014 monatelang pausieren müssen. Doch nach ihrem jüngsten Turniersieg beim Rasenturnier in Birmingham galt Kvitova wieder als Mitfavoritin auf den Titel bei dem Grand Slam in London.

Fliegende Ameisen plagen die Spieler

Am Mittwoch quälten Tausende fliegender Ameisen die Tennisprofis und sorgten für skurrile Szenen. Immer wieder mussten die Spieler die kleinen Tiere von den weißen Klamotten fegen, aus dem Gesicht wischen oder von ihren Tennisschlägern vertreiben. Die Kroatin Donna Vekic sprühte sich während ihrer Partie gegen Johanna Konta aus Großbritannien sogar mit Insektenschutz ein, um sich gegen die lästigen Tiere zu schützen. Die Briten haben für das Phänomen sogar einen Namen: den "Flying Ant Day". Demnach fliegen die Tiere in riesigen Schwärmen los, wenn die neue Königin das Nest verlässt. Begünstigt durch die feucht-warmen Bedingungen bei Temperaturen von rund 30 Grad Celsius bevölkerten die Ameisen auch den Center Court und die übrigen Rasenplätze. "Es war kurios. Überall waren Fliegen, Fliegen", sagte der Franzose Jo-Wilfried Tsonga nach seinem Sieg gegen den Italiener Simone Bolelli in Verkennung der Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Fauna. "Sie waren sehr klein, es waren so viele. Sie krochen in Ohr und Nase", sagte er genervt. 

Von den deutschen Profis haben am Donnerstag die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber, Tatjana Maria und die Brüder Alexander und Mischa Zverev die Chance auf den Einzug in die dritte Runde. Kerber steht gegen die frühere Halbfinalistin Kirsten Flipkens aus Belgien vor einer unbequemen Aufgabe. Alexander Zverev ist gegen den Amerikaner Frances Tiafoe ebenso favorisiert wie Mischa Zverev gegen Michail Kukuschkin aus Kasachstan. Maria geht als Außenseiterin in das Match gegen die an Nummer 24 gesetzte Coco Vandeweghe aus den USA.

asz/sn (dpa, sid)

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