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Aktuell Kultur

Murakami erhält "Welt"-Literaturpreis

In Deutschland stehen die Romane des 65-jährigen regelmäßig ganz oben auf den Bestsellerlisten. Nun erhält der japanische Erfolgs-Schriftsteller Haruki Murakami den "Welt"-Literaturpreis - für sein Gesamtwerk.

"Mister Aufziehvogel", "Kafka am Strand", "Gefährliche Geliebte" lauten nur einige Titel seiner erfolgreichen Bücher. Haruki Murakami zeigt der Welt immer wieder neu einen intimen Blick auf Japan und lässt surreale Momente auf genaue Beobachtungen treffen. Oft erzählen seine Romane liebevoll vom planlosen Herumirren schrulliger Singles im Großstadtdschungel von Tokio.

Mit dem Schreiben fing Murakami 1978 an. Schnell waren seine Bücher in Japan äußerst erfolgreich. Als 1991 sein erster Roman "Wilde Schafsjagd" in deutscher Übersetzung erschien, landete er gleich auf den Bestsellerlisten. Viele weitere Literaturhits sollten folgen. Murakamis jüngster Roman heißt "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki".

Buchcover: Murakami - Gefährliche Geliebte

Jedes Jahr wird der Japaner als geheimer Kandidat für den Nobelliteraturpreis gehandelt. Nun ist er der 16. Preisträger der Literatur-Auszeichnung, die der Axel-Springer-Verlag jedes Jahr vergibt. "Haruki Murakami ist der bedeutendste Schriftsteller Japans. In seinem Werk verbindet er die große Tradition der europäischen und amerikanischen Moderne mit Einflüssen aus der Popkultur und der Genreliteratur wie etwa Kriminalroman und Fantasy," so die Begründung der Jury.

Vor ihm erhielten unter anderem Jonathan Frantzen (2013), Daniel Kehlmann (2007), Amos Oz (2004), Imre Kertész (2000) und Bernhard Schlink (1999) die Auszeichnung. Murakamis Romane wurden in rund 50 Sprachen übersetzt.

so/hm (dpa, Munzinger)