Mungo Man kehrt in die Stammesgebiete zurück | Aktuell Welt | DW | 17.11.2017
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Australien

Mungo Man kehrt in die Stammesgebiete zurück

Vor mehr als 40.000 Jahren wurde der älteste bekannte Australier am Ufer des uralten und trockenen Lake Mungo beigesetzt. Mehr als 40 Jahre nach seiner Entdeckung kehrte Mungo Man nun in seine Heimat zurück.

Die sterblichen Überreste des Urmenschen sind an ihre ursprüngliche Ruhestätte am Mungo-See in New South Wales zurückgekehrt. Die indigenen Eigentümer des Landes begrüßten sie mit einer traditionellen Zeremonie. Damit hat Australien den Jahrzehnte langen Streit um Mungo Man beigelegt.

Wie der Minister für indigene Angelegenheiten sagte, haben die Aborigines aus der Gegend seit langem die Rückkehr ihres Vorfahren gefordert. "Dies ist ein bedeutender Anlass und eine Gelegenheit, die ersten Australier als Teil der ältesten ununterbrochenen Kultur der Welt zu feiern", sagte Nigel Scullion. Zufrieden zeigte sich auch Mary Pappin, eine Vertreterin der Aborigines. Es sei ein langer Weg für ihr Volk gewesen, sagte sie. Eine andere Stammesälteste ergänzte: "Sein Geist wird erleichtert sein, denn er wird freigelassen werden, wenn wir ihn wieder dort in den Boden zurückbringen, wo er herkam."

Mungo Man war 1974 vom Forscher Jim Bowler entdeckt worden. Die Fundstelle liegt am Ufer des ausgetrockneten Lake Mungo in der zum Weltnaturerbe gehörenden Willandra Lakes Region, rund 750 Kilometer westlich von Sydney. Das nur teilweise erhaltene Skelett war der erste Beweis dafür, dass Aboriginals seit mehr als 40.000 Jahren auf dem Kontinent lebten.

rb/sti (ap, dpa)