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Kultur

Munch-Haus in Warnemünde als künstlerische Begegnungsstätte

Die "Badenden Männer", "Marats Tod II" oder der Zyklus "Das grüne Zimmer" - einige seiner bekanntesten Bilder malte der Norweger Edvard Munch (1863 bis 1944) während seines Aufenthaltes im deutschen Ostseebad Warnemünde in den Jahren 1907 und 1908. Das pittoreske Fischerdorf hatte er sich ganz bewusst als Wirkungsstätte ausgesucht, denn Berlin war in wenigen Stunden mit dem Zug zu erreichen, und in der gleichen Zeit war man per Eisenbahnfähre in Dänemark. So wie vor knapp hundert Jahren für Munch soll Warnemünde auch heute wieder eine kulturelle Brücke zwischen Deutschland und Skandinavien werden. Der Verein "Munch-Haus" hat im einstigen Wohnhaus des Künstlers eine Begegnungsstätte für deutsche und norwegische Künstler eingerichtet.

Ruhe und die frische Seeluft hatte Munch in Warnemünde gesucht. Der von nervösen Leiden und den Folgen einer exzessiven Lebensart geplagte Munch, der mit Werken wie "Der Schrei" von 1895 einer der Wegbereiter des Expressionismus war, genoss die Zeit am Meer. In den anderthalb Jahren malte er 16 Bilder und arbeitete zudem an Bühnendekorationen für die Berliner Kammerspiele unter dem legendären Max Reinhardt. Im kleinen Hof seines Hauses malte er "Alter Mann in Warnemünde". Der Birnbaum, neben dem der alte Mann abgebildet ist, steht heute noch. Auch die verglaste Veranda, in der Munch gerne saß, erinnert in ihrer Neugestaltung an den Künstler. Der Rest des Hauses wurde jedoch vom Förderverein, dem es seit 1995 gehört, komplett umgebaut, nachdem es über Jahre leer gestanden hatte. Jetzt bieten zwei Wohnungen samt Ateliers Platz für Stipendiaten.

  • Datum 27.10.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4Fxn
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