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Aktuell Afrika

Mugabe lässt sich zum Wahlsieger erklären

Die Stimmen sind noch nicht offiziell ausgezählt, doch Machthaber Mugabe lässt sich schon zum Sieger der Präsidentenwahl in Simbabwe ausrufen. Herausforderer Tsvangirai bezweifelt, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Einen Tag nach der Präsidentschaftswahl in Simbabwe ist Amtsinhaber Robert Mugabe von seiner Partei zum Sieger erklärt worden. "Wir haben überzeugend gewonnen", sagte ein ranghohes Mitglied der Regierungspartei ZANU-PF der Nachrichtenagentur AFP. Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) von Regierungschef Morgan Tsvangirai sei "geschlagen" worden.

Seit 33 Jahren an der Macht

Der 89 Jahre alte Mugabe regiert in Simbabwe seit 33 Jahren. Sein Konkurrent Tsvangirai nannte den Wahlsieg in einer ersten Stellungnahme "unglaubwürdig". So "wird das Land in eine Krise stürzen", sagte der 61-Jährige, der zum vierten Mal gegen Mugabe kandidierte. Die Opposition hatte bereits vor der Wahl Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung beklagt. Örtliche Wahlbeobachter teilten mit, die Glaubwürdigkeit des Urnengangs sei "ernsthaft in Gefahr".

Das "Simbabwe-Netzwerk zur Unterstützung der Wahl" (ZESN) erklärte in Harare, in manchen städtischen Bezirken habe es ernsthafte Probleme bei der Wählerregistrierung und der Abstimmung gegeben. In dem Netzwerk sind verschiedene Bürgerrechtsgruppen zusammengeschlossen. Das Netzwerk hatte bei der Wahl rund 7000 Wahlbeobachter im Einsatz.

AU zufrieden

Die Afrikanische Union (AU) erklärte dagegen, die Wahl sei ohne größere Unregelmäßigkeiten verlaufen. Erzielt bei der Wahl keiner der insgesamt fünf Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit, gibt es am 11. September eine Stichwahl.

Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2008 hatte Tsvangirai in der ersten Runde vorn gelegen. Nach blutigen Angriffen auf seine Anhänger zog er seine Kandidatur aber zurück. So wurde Mugabe wiedergewählt. Später einigten sich Mugabe und Tsvangirai widerwillig auf eine Machtteilung.

det/wa (afp, dpa)

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