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Filme

Mr. Jedermann Tom Hanks ist 60

Seine Karriere weist kaum Flops auf. Fast jeder Tom-Hanks-Film spielt sein Geld ein. Dazu verleiht er den unterschiedlichsten Charakteren sein Gesicht - am besten ist er jedoch in der Rolle von Durchschnittscharakteren.

Früher spielte James Stewart solche Rollen. Und eine Generation nach Tom Hanks schlüpft der Schauspieler Matt Damon gern in den Anzug des scheinbar ganz normalen Filmhelden, dem etwas Überraschendes zustößt. Tom Hanks, geboren am 9. Juli 1956, ist der James Stewart des modernen Kinos. Jetzt feierte er seinen 60sten Geburtstag.

Tom Hanks sieht nicht so gut aus wie George Clooney, spielt nicht so virtuos wie Robert de Niro. Er verfügt nicht über die jugendhafte Ausstrahlung eines Leonard DiCaprio und ist natürlich auch nicht so muskelbepackt wie Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger. Und doch ist Tom Hanks ein Superstar des Hollywood-Kinos. Vielleicht sogar der größte momentan.

Tom Hanks spielt häufig Normalos

Das liegt am Typ. Wie in den 1940er und '50er Jahren James Stewart oder eben in jüngster Zeit Matt Damon hat Tom Hanks ein Durchschnittsgesicht. Damit können sich die meisten Zuschauer identifizieren. Von Clooney oder DiCaprio lässt sich nur träumen. Tom Hanks jedoch ist der Mr. Jedermann des Kinos. Er spielt häufig Normalos.

Filmstill aus 'Scott & Huutsch' (Foto: Imago/EntertainmentPictures)

Da war er noch jung und seine Mitspieler waren nicht ganz so charmant: "Scott & Huutsch" (1989)

Menschen wie Du und Ich - die höchstens in eine Situation geraten, die nicht normal ist: Verschollen auf einer einsamen Insel ("Cast Away"), gestrandet an der Normandie zu Beginn der Invasion der Alliierten ("Der Soldat James Ryan"), verloren im Weltraum ("Apollo 13") oder in den Fängen der globalisierten Bürokratie ("Terminal") - Tom Hanks macht in diesen Räumen und Landschaften stets eine gute Figur.

Das Kind im Manne: Tom Hanks

Wenn er mit Staunen und fragendem Blick, mit zurückgenommener Geste und schüchternem Auftreten den Wirrnissen der Welt begegnet, dann ist er am besten. Und wenn er noch einen Schritt weitergeht, kommt manchmal sogar noch größeres raus. Als Forrest Gump spielte er einen geistig leicht zurückgebliebenen Mann, der sich gegen die Zeitläufte des Jahrhunderts behaupten muss. In "Big" schlüpfte er in die Rolle eines Jungen im Körper des reifen Mannes. Und in "Philadelphia" machte er die Welt aufmerksam auf AIDS, weil er so überzeugend einen Kranken mimte.

Filmstill aus 'Apollo 13' (Foto: Imago/UnitedArchives)

Verloren im Weltall: Tom Hanks in "Apollo 13"

Die deutschen Zuschauer dürfen sich momentan besonders freuen. Weil Tom Hanks mit Tom Tykwer einen Regisseur gefunden zu haben scheint, mit dem das Arbeiten Spaß macht. Nach "Cloud Atlas" arbeitete der US-Amerikaner für "Ein Hologramm für den König" bereits ein zweites Mal mit dem Deutschen zusammen. Die Rolle des in der saudischen Wüste gestrandeten Vertriebsmanagers Alan Clay war Hanks auf den Leib geschrieben: Ein etwas ungelenk auftretender, anfangs unglücklicher Mensch wächst mit seinen Aufgaben und ist am Ende geläutert und klüger.

Das sind die Geschichten, die das Kino seit Beginn der siebten Kunst im vorvergangenen Jahrhundert am liebsten geschrieben hat - Tom Hanks ist die perfekte Verkörperung dieses Typus und wohl deshalb schon so lange und dauerhaft erfolgreich. Tom Hanks ist der "Mr. Jedermann" des internationalen Kinos.

Filmstill aus 'Cloud Atlas' (Foto: picture-alliance/dpa/X-Verleih)

Erste Arbeit mit Tom Tykwer 2012, an der Seite von Halle Berry: Hanks in "Cloud Atlas"

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