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Fußball

Mourinho verlässt Madrid

Ein außergewöhnlicher Trainer und ein außergewöhnlicher Fußballclub: José Mourinho und Real Madrid gehen ab Sommer wieder getrennte Wege. Die Nachfolge Mourinhos ließen die Königlichen offen.

Trainerstar José Mourinho wird Real Madrid zum Saisonende verlassen. Das kündigte Real-Präsident Florentino Pérez auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Madrid an. Mourinho hatte den spanischen Fußball-Rekordmeister knapp drei Jahre lang trainiert und ist bei Madrid in dieser Saison nicht nur gemessen an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert. "In dieser Spielzeit habe ich versagt, das war die schlechteste Saison meiner Karriere", sagte Mourinho mit versteinerter Miene bereits nach dem Scheitern von Real Madrid im Pokalfinale gegen den Lokalrivalen Atlético und deutete damit bereits seinen Abschied an.

Keine Entlassung, sondern ein einvernehmliches Ende

"Wir haben uns mit Mourinho auf dieses Vorgehen geeinigt. Beide stimmen darüber ein, dass dies der richtige Moment ist, diese Beziehung zu beenden. Wir wünschen José viel Glück für seine Zukunft, egal, wie es bei ihm weiter geht", sagte Präsident Perez vor rund 200 Journalisten. Zugleich betonte der Real-Chef, dass es sich bei der Trannung nicht um eine Entlassung handle. Und: Einen Vorvertrag mit einem neuen Trainer gebe es nicht.

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Real-Präsident Pérez erlklärt Mourinhos Abgang

Auch wenn der Name unerwähnt blieb: Carlo Ancelotti gilt derzeit als Favorit auf die Nachfolge von Mourinho. Der Italiener vom französischen Meister Paris St. Germain soll offenbar nach Madrid wechseln, doch in Paris regt sich Widerstand. "Wir haben gesprochen und Ancelotti hat darum gebeten, nach Madrid wechseln zu dürfen. Ich war ganz klar und habe ihm gesagt, dass sein Vertrag mit uns noch ein Jahr läuft. Er kann nicht weg", erklärte PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi. Zugleich warnte er Real vor "juristischen Problemen". Ancelotti selbst bestätigte seine Wechselabsichten: "Wir hatten ein Gespräch, und ich habe darum gebeten, den Club verlassen zu dürfen", sagte der Coach dem französischen TV-Sender Canal+.

Magere Bilanz

Mourinho selbst wurde in den vergangen Tagen immer wieder mit seinem Ex-Club GFC Chelsea in Verbindung gebracht. Der 50 Jahre alte Portugiese verpasste in dieser Saison die Titelverteidigung in Spanien und scheiterte zudem das dritte Mal in Serie im Halbfinale der Champions League. Und auch zum "Trosttitel" Pokalsieg reichte es nach der Niederlage gegen Stadtrivalen Atlético nicht. In drei Jahren gewann Mourinho mit Real Madrid "nur" einmal den Pokal, einmal die Meisterschaft und einmal den Supercup. Das ist in der jüngeren Vereinsgeschichte die magerste Bilanz, die ein Real-Trainer in drei Jahren erzielte.

jw/qu (sid, dpa)

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