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Fokus Osteuropa

Moskau lockt Auslands-Russen mit Repatriierungsprogramm

Mehr als sechs Millionen Russen leben in Staaten der Ex-Sowjetunion. Nach dem Willen Moskaus sollen sie nach Russland zurückkehren und dort fehlende Arbeitskräfte ersetzen. Aber wie groß ist ihr Wunsch nach Rückkehr?

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Willkommen in der alten Heimat?

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Ende Juni einen Erlass „Über Maßnahmen zur Förderung der freiwilligen Rückkehr von Landsleuten in die Russische Föderation“ unterzeichnet. Um den Erlass umzusetzen, ist ein Programm erarbeitet und eine zuständige Kommission geschaffen worden. In verschiedenen Regionen Russlands sollen nun Datenbanken erstellt werden, die über freie Arbeitsplätze Auskunft geben. Mehrere Föderationssubjekte, die als Pilot-Gebiete gelten, sollen bis zum 1. September prüfen, welcher Bedarf an Arbeitskräften bei ihnen besteht und ob ihre Infrastruktur es erlaubt, Rückkehrer aufzunehmen. Dabei handelt es sich um die Gebiete Kaliningrad, Kaluschsk, Twer, Tambow, Lipezk, Tjumen, Nowosibirsk, Irkutsk, Amur, aber auch die Regionen Krasnojarsk, Chabarowsk und Primorsk.

Die restlichen Subjekte der Russischen Föderation können bis zum 1. Januar 2007 ihre Vorschläge einreichen. Das Programm zielt in erster Linie auf Regionen ab, wo wenig Menschen leben und Arbeitskräfte fehlen. Denjenigen, die in jene Gebiete übersiedeln wollen, soll beim Umzug geholfen werden. Im Programm wird deutlich darauf hingewiesen, dass Bedingung für eine erfolgreiche Übersiedlung und Integration des Übersiedlers dessen Zugehörigkeit zur russischen Kultur ist. Das Programm richtet sich somit hauptsächlich an ethnische Russen, die in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion leben. Putin zufolge beträgt das so genannte Migrations-Potential von Landsleuten, die im Ausland leben, 6,7 Millionen Menschen.

27.7.2006, Fokus Ost-Südost

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