Moschee-Attentäter von Finsbury Park muss lebenslang hinter Gitter | Aktuell Europa | DW | 02.02.2018
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Terror in London

Moschee-Attentäter von Finsbury Park muss lebenslang hinter Gitter

Der Überfall hatte nicht nur die britische muslimische Gemeinde entsetzt: Ein Mann war im Juni 2017 getötet worden, mehrere wurden verletzt, als der Täter vor einer Londoner Moschee in eine Gruppe von Gläubigen fuhr.

London Finsbury Park Anschlag Juni 2017 (picture-alliance/AP Photo/F. Augstein)

Szenerie des Grauens nach dem Anschlag in London im Sommer 2017

Der Attentäter vom Finsbury Park kann frühestens in 43 Jahren auf eine vorzeitige Entlassung hoffen. Der 48-jährige Darren Osborne aus Cardiff wurde am Londoner Woolwich Crown Court wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Bei dem Angriff mit einem Lieferwagen vor einer Moschee im Londoner Norden am 19. Juni 2017 war ein Mann getötet worden, zwölf weitere Menschen wurden verletzt.

Richterin Bobbie Cheema-Grubb sprach von einem "Terrorangriff" und einem versuchten "Selbstmordattentat". Osborne habe "die Absicht gehabt, zu töten". Er sei rasch von rechtsextremer Ideologie und islamfeindlicher Propaganda im Internet beeinflusst gewesen. Wie die Staatsanwaltschaft sprach auch die Richterin von "Hass auf die Muslime" als Motiv des Verurteilten.     

England London Finsbury Park Moschee mutmaßlicher Anschlag auf Muslime (Reuters/H. Mckay)

Die Moschee in Finsbury Park

Eine Jury hatte den Angeklagten am Donnerstag bereits schuldig befunden, absichtlich in die Menschentraube gerast zu sein, die sich um einen kollabierten 51-jährigen Mann gebildet hatte. Der am Boden sitzende Mann wurde überrollt und starb an seinen Verletzungen. Der Angreifer konnte von umstehenden Menschen überwältigt werden.

Osborne selbst hatte während des Prozesses wirre Aussagen über sein Motiv gemacht. Zeitweise behauptete er, das eigentliche Ziel des Anschlags sei Labour-Chef Jeremy Corbyn gewesen.

SC/ml (APE, dpa, BBC)

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