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Ecuador

Moreno bei Wahl in Ecuador knapp vorn

Der linke Politiker Lenín Moreno hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Ecuador gewonnen. Sein konservativer Rivale Guillermo Lasso wittert Wahlbetrug und ficht den knappen Sieg an.

Ecuadors Opposition hat den knappen Sieg des Regierungskandidaten Lenín Moreno (Artikelbild) bei der Präsidentenwahl angefochten. Auf Moreno entfielen 51,12 Prozent der Stimmen, während der konservative Kandidat Guillermo Lasso nach Angaben der Wahlkommission vom Sonntag auf 48,88 Prozent kam. Bis dahin waren bereits 96 Prozent der Stimmen ausgewertet worden.

Unregelmäßigkeiten in einzelnen Wahlakten wiesen auf eine Manipulation der Stimmenauszählung hin, sagte César Monge, Vorsitzender der Oppositionspartei CREO, in Lassos Heimatstadt Guayaquil. Er wies seine Vertreter bei der Stimmenauszählung an, alle Wahlakten anzufechten, um eine Revision der Ergebnisse zu ermöglichen.

Aufruf zu Protesten

Der Bankbesitzer Lasso rief seine Anhänger auf, friedlich auf den Straßen gegen das offizielle Wahlergebnis zu protestieren. Der scheidende Staatschef Rafael Correa erklärte, Lasso versuche nunmehr mit Protesten das zu erreichen, was er nicht mit den Wählerstimmen erlangt habe.

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Proteste nach der Präsidentschaftswahl in Ecuador

Moreno (64) steht für eine Fortführung der sozialen Reformen seines Vorgängers Correa. Er werde nicht ruhen, bis alle Ecuadorianer über eine Wohnung verfügten und der Analphabetismus im Andenland vollständig beseitigt worden sei, sagte Moreno nach der Wahl in Quito vor seinen Anhängern. Gleichzeitig rief er zu einem friedlichen Zusammenleben auf: "Wir werden mit weniger Konfrontation und mehr Toleranz regieren."

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange muss unter Morenos Regierung nicht um die Aufgabe seines Asyls in der Botschaft Ecuadors in London bangen. Lasso hatte dies in Aussicht gestellt, falls er die Wahl gewinne.

Ecuador Präsidentschaftswahlen Hochrechnungen Lasso (Getty Images/AFP/J. Cevallos)

Der Konservative Guillermo Lasso

Bei der Befragung von Wählern nach Verlassen des Wahllokals hatte ein Forschungsinstitut Lasso knapp vorne gesehen, ein anderes sah eine Mehrheit für Moreno. In Guayaquil marschierten Dutzende seiner Anhänger zum lokalen Wahlamt und riefen "Nein zu Betrug, Ja zur Demokratie". Der Chef der Wahlkommission rief die Kandidaten auf, das Ergebnis anzuerkennen.

stu/pg/wa (dpa, rtr)

 

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