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Kunst

Morbide Poesie: Fotografien von Michel Houellebecq

Berühmt wurde er mit dem Roman "Elementarteilchen". Aber Houellebecq hat noch andere Obsessionen: Er fotografiert - sehr speziell. Künstlerische Fotografien von ihm sind jetzt in einer Ausstellung in Paris zu sehen.

Der umstrittene Schriftsteller Michel Houellebecq präsentiert sich zum ersten Mal als Fotograf und Künstler in Paris. Er zeigt Landschaften voller Tristesse, hässliche Vorstadtghettos, menschenleere Autobahn-Übergänge (Foto unten), aber auch grellbuntes Alltagsleben - sein sehr spezielles Bild vom heutigen Frankreich. Und immer wieder poetische Erklärungen an Freundinnen, Liebenswertes - und seinen inzwischen verstorbenen Hund.

"Seine Ausstellung mit den Fotos und den Gedichten und den anderen Kunstwerken gibt schon sein Lebensgefühl, sein Weltgefühl wieder. Und er war sehr im Zweifel, ob er das mit anderen Mitteln als der Sprache würde ausdrücken können", sagt der Kurator der Ausstellung, Jean de Loisy, im Interview mit Deutschlandradio Kultur. "Houellebecq hat diese Ausstellung gestaltet, wie man Gedichte zu einem Band zusammenfasst. Jeder Saal ist ein Gedicht und sie bauen aufeinander auf."

Eine Ausstellung voller Gegensätze, die den berühmten Schriftsteller von einer Seite zeigt, wie sie die Öffentlichkeit und die Leser seiner Bestseller sie bislang nicht zu sehen bekommen haben. Die Fotographien sind noch bis 11. September 2016 im Palais de Tokyo in Paris zu sehen.

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