1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Moody's droht Großbritannien mit Herabstufung

Die Ratingagentur Moody's hat die Aussichten für die Kreditwürdigkeit des Landes gesenkt. Der Brexit habe eine "riesige Wolke der Unsicherheit" über den Finanzmärkten aufziehen lassen, bilanzierte ein US-Analyst.

Londons Bankenviertel (Foto: dpa)

Der Finanzplatz London

Die amerikanische Ratingagentur setzte den Ausblick von "stabil" auf "negativ". Die Bonitätswächter bestätigten zwar die Kreditwürdigkeit Großbritanniens mit "AA1" - eine Note unter dem Bestwert "AAA". Gleichzeitig wies Moody's jedoch darauf hin, die Entscheidung für den Austritt aus der Europäischen Union könne der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes schaden.

Während der Jahre, in denen London seine Beziehungen zur EU neu aushandeln müsse, seien "erhöhte Unsicherheit, geringeres Vertrauen und geringere Ausgaben und Investitionen" zu erwarten, erklärten die Experten. Dies könne zu einem niedrigeren Wirtschaftswachstum führen. Sollte Großbritannien keine "günstigen alternativen Handelsvereinbarungen" mit der EU und anderen Ländern schließen können, wären seine Wachstumsaussichten deutlich schwächer als derzeit erwartet. Wird das Rating herabgestuft, kann das höhere Kosten bei der Schuldenaufnahme zur Folge haben.

Video ansehen 01:50

Börsenbeben nach Brexit-Votum

Schwarzer Freitag an den Börsen

Die Entscheidung der Briten, aus der EU auszusteigen, traf die Finanzmärkte am Freitag rund um den Globus mit voller Wucht. An der Wall Street in New York rutschte der Dow Jones-Index bis zum Handelsende um 3,39 Prozent auf 17.399,86 Punkte ab. Tags zuvor hatte der US-Leitindex noch die Marke von 18.000 Punkten zurückerobert, da die Mehrheit der Investoren fest mit einem EU-Verbleib der Briten gerechnet hatte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 4,07 Prozent.

Ins Schwitzen gerieten die Händler angesichts der Panikverkäufe auch an der Wall Street (Foto: Getty)

Ins Schwitzen gerieten die Händler angesichts der Panikverkäufe auch an der Wall Street

Damit schnitt die Wall Street aber immer noch besser ab als die meisten europäischen Aktienmärkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stürzte um 8,6 Prozent nach unten. Der deutsche DAX fiel um fast sieben Prozent. Das britische Pfund rutschte auf knapp 1,33 Dolldar ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit 1985. Binnen eines Tages verlor die britische Währung damit mehr als zehn Prozent an Wert.

se/wl (rtr, afp, dpa)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema