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Kultur

"Monuments Men" geben Gemälde zurück

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die "Monuments Men"-Stiftung fünf von US-Soldaten gestohlene Gemälde an ihre rechtmäßigen Besitzer in Deutschland zurückgegeben.

Die "Monuments Men" waren eine US-Spezialeinheit, die Kulturgüter vor den Weltkriegswirren schützen sollte. Rund 350 Kunstexperten retteten mehr als fünf Millionen Gemälde, Skulpturen und andere Kunstschätze, die von den Nationalsozialisten auf ihren Feldzügen erbeutet wurden. Hollywoodstar George Clooney hatte der Truppe mit seinem gleichnamigen Film vergangenes Jahr ein Denkmal gesetzt.

Monuments Men Bilder wurden zurückgegeben Washington

1945: Amerikanische Soldaten mit Gemälden

Allerdings nahmen es auch etliche US-Soldaten offensichtlich nicht so genau mit den Begriffen "mein" und "dein". Denn die nach den "Monuments Men" benannte Stiftung kümmert sich auch um verschollene Kunstwerke, die US-Soldaten illegal über den Atlantik geschafft hatten. Die fünf am Dienstag (5.05.2014) in Washington übergebenen Kunstwerke seien nur die "Spitze des Eisbergs", erklärte Stiftungsgründer Robert Edsel. "Hunderttausende Gemälde und anderer Kulturgüter", die seit dem Zweiten Weltkrieg noch immer vermisst werden, befänden sich in den USA.

Hotline für Reuige

Amerikanische Soldaten mit Gemälden 1945

Stiftungsgründer Robert Edsel (r.) und Botschafter Peter Wittig nehmen die Gemälde in Augenschein

Edsel hatte den Hollywood-Ruhm der "Monuments Men" genutzt, um eine Hotline zu schalten, bei der sich US-Bürger mit zweifelhaften Kunstwerken in ihrem Besitz melden konnten. "Das hat sich als erfolgreich herausgestellt", sagte der Stiftungsgründer. Sein Team gehe noch hunderten Hinweisen nach. Drei der verschollenen Ölgemälde hatte ein US-Major offenbar beim Pokerspiel gewonnen.

Die fünf Gemälde wurden im Rahmen einer Zeremonie im Außenministerium in Washington offiziell der Bundesrepublik und namentlich dem deutschen Botschafter in den USA, Peter Wittig, ausgehändigt. Bei den Werken handelt es sich unter anderem um das Gemälde "Der verlorene Sohn" von Frans Francken III. aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Landschaftsgemälde von Christian Wilhelm Ernst Dietrich aus dem 18. Jahrhundert, die nach Dessau zurück sollen. Zwei Gemälde kommen zurück in das Schlosshotel Kronberg bei Frankfurt.

kk/az (AFP, DPA)

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