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Sport-News

Montags-Ansetzung sorgt für Ärger

Die Deutsche Fußball Liga setzt erstmals seit 2000 wieder ein Bundesligaspiel an einem Montagabend an. Die Entscheidung sorgt für Unmut, denn betroffen sind zwei Vereine, die mitten im Abstiegskampf stecken.

Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird es erstmals seit 16 Jahren wieder ein Bundesligaspiel am Montagabend geben: Wegen der internationalen Einsätze des VfL Wolfsburg und von Borussia Dortmund hat sich die Deutsche Fußball Liga auf diese ungewöhnliche Anstoßzeit festgelegt und die Partie Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart für den 2. Mai um 20:15 Uhr angesetzt. Allerdings kann sie noch gegen das Spiel Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg getauscht werden. Die endgültige Ansetzung hängt vom Weiterkommen der beiden Klubs ab.

Die Terminierung der letzten vier Spieltage war für die DFL ein Puzzlespiel, da der deutsche Fußball im Champions League-Viertelfinale noch mit dem FC Bayern München und Wolfsburg vertreten ist und in der Europa League mit dem BVB. Zudem hatte sich der Dachverband der Profiklubs schon länger darauf geeinigt, dass am 1. Mai nicht gespielt wird, da die Polizei durch Kundgebungen und Demonstrationen genügend belastet ist. Deshalb findet an jenem Wochenende eine Begegnung am Freitag statt, sieben stehen am Samstag an - und am Montag sollen Bremen und der VfB ran. "Die komplette Spielplanung rund um den 1. Mai ist für alle Beteiligten alles andere als ideal, das gilt auch für den Montagstermin. Die Sicherheitsthematik am gesamten ersten Mai-Wochenende gilt es aber zu respektieren", sagte ein DFL-Sprecher.

Dutt: "Wettbewerbsnachteil, der nicht akzeptabel ist"

Die Terminierung sorgte für großen Unmut in der Liga. Sie sei absolut nicht nachvollziehbar, schimpfte VfB-Sportvorstand Robin Dutt. "Der Montag ist kein Regelspieltag für die Bundesliga und aus meiner Sicht gibt es auch keine gravierenden Gründe, warum sich das in Zukunft ändern sollte. In diesem Spiel, gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, wollen und können wir nicht auf die Unterstützung eines Großteils unserer Fans verzichten", erklärte Dutt auf der Homepage der Schwaben. Stuttgart und Bremen liegen gut 650 Kilometer voneinander entfernt - eine Strecke, die man als Fan am Wochenende gern, aber am späten Abend vor einem Arbeitstag eher nicht so schnell in Angriff nimmt. "Das wäre ein Wettbewerbsnachteil, der so nicht akzeptabel ist", so Dutt.

Auch für den Saisonendspurt gibt es Überlegungen, die übliche Regelung, alle Partien zeitgleich anzupfeifen, zu ändern: Steht Dortmund am 5. Mai im Europa-League-Halbfinale, behält sich die DFL vor, dass die Begegnung Eintracht Frankfurt gegen Dortmund erst am Sonntag (8. Mai) stattfindet.

Montagabend-Ansetzungen bald regulär

So oder so - den Montagabend sollten sich Bundesligafans schon mal vormerken, denn ab der Saison 2017/18 wird es fünf feste Montagstermine für die Bundesliga geben. Das hatte DFL-Boss Christian Seifert zuletzt bestätigt. Damit sollen zum einen "unsere Europapokal-Teilnehmer entlastet" (Seifert) werden, zum anderen könnte im Zuge der Rechtevergabe ab 2017 auch die Attraktivität der Liga für TV-Kunden steigen. Erklärtes Ziel: Die "Weltmeister-Liga" will weiter im Konzert der wenigen Großen mitspielen, denen die Fans weltweit folgen.

og/asz (sid, dpa)