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Nachrichten

Montag, den 12. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

RAMALLAH: Die in den Palästinensergebieten regierende Hamas will die geplante Volksabstimmung über eine so genannte 'Zwei-Staaten-Lösung' in einer Sondersitzung des Parlaments kippen. Man werde den Abgeordneten vorschlagen, an diesem Montag gegen das Referendum zu stimmen, sagte ein Hamas-Sprecher. Nach dem Willen von Präsident Mahmud Abbas sollen die Palästinenser am 26. Juli über die Errichtung eines eigenen Staates in Koexistenz mit Israel abstimmen. Indirekt läuft dies auf eine Anerkennung des Existenzrechts Israels hinaus, was die Hamas strikt ablehnt. Ein weiteres Krisentreffen zwischen Abbas und Hamas-Regierungschef Ismail Hanija endete ohne Annäherung.

WASHINGTON: Nach dem Selbstmord von drei Guantanamo-Häftlingen wird der Ruf nach einer Schließung des US-Gefangenenlagers immer lauter. Die Suizide seien ein Beleg für die Verzweiflung der Häftlinge, sagte der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak. Das Festhalten der USA an Guantanamo nannte er 'untragbar'. Auch zahlreiche Menschenrechtler forderten, Washington müsse die Rechtlosigkeit in dem Lager beenden. Ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin erklärte, man erwarte von den USA, dass die Todesumstände der Häftlinge umfassend aufgeklärt würden. Nach Militär-Angaben hatten sich die drei Gefangenen, zwei Saudis und ein Jemenit, in ihren Zellen erhängt.

LUXEMBURG: Auch unmittelbar vor dem Außenministertreffen der 25 EU-Staaten hat Zypern seine Vorbehalte gegen den Beginn der ersten konkreten Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aufrechterhalten.
Der zyprische Außenminister George Iaocovou erklärte, die
österreichische Ratspräsidentschaft sei zu wenig auf die Forderungen eingegangen, dass die Türkei zunächst die Beziehungen zu Zypern normalisieren müsse. Unter anderem geht es um die Einbindung der Mittelmeerinsel in die Zollunion mit der EU.

BERLIN: Der Bundeswehr-Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo beginnt am 10. Juli. An diesem Tag würden mehr als 500 Soldaten in das afrikanische Land fliegen, sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Dabei handele es sich um eine Luftlande-Brigade und Sanitätssoldaten. Eine Voraus-Truppe ist bereits vor Ort. Der Bundestag hatte beschlossen, insgesamt 780 Soldaten in den Kongo zu schicken. Sie sollen dort als Teil einer EU-Truppe unter deutscher Führung die ersten freien Wahlen absichern. Die EU-Außenminister wollen an diesem Montag offiziell grünes Licht für die Mission geben.

FRANKFURT AM MAIN: Der Ärzte-Verband 'Marburger Bund' entscheidet an diesem Montag über die Fortsetzung der Streiks an den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern. Die Tarifkommission will das bislang nicht bekannte Ergebnis des Spitzengesprächs mit den Ländern vom Samstag bewerten. Offiziell hieß es, es habe eine Annäherung gegeben. Die rund 22.000 Ärzte an den Unikliniken setzen dennoch ihren Streik fort. Betroffen sind bundesweit 40 Uni-Kliniken. Zudem will die für die kommunalen Krankenhäuser zuständige Tarifkommission entscheiden, ob die Verhandlungen für gescheitert erklärt werden. In diesem Fall drohen die rund 70.000 Ärzte der städtischen Krankenhäuser ebenfalls in den Ausstand zu gehen.

BERLIN: Der Bund will einem Zeitungsbericht zufolge möglichst viele seiner nicht mehr benötigten Immobilien verkaufen. In der 'Financial Times Deutschland' ist von über 55.000 Wohnungen, leer stehenden Dienstgebäuden und Militärflächen die Rede. Das Blatt beruft sich dabei auf die neu geschaffene Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Danach sind Objekte im Wert von 8,3 Milliarden Euro zum Verkauf vorgesehen. - Pro Jahr wolle die Bundesanstalt Immobilien im Wert von einer halben Milliarde Euro verkaufen, heißt es weiter.

LUXEMBURG: Der größte europäische Stahlkonzern Arcelor hat auch das nachgebesserte Übernahmeangebot des Weltmarktführers Mittal Steel offiziell zurückgewiesen. Der Aufsichtsrat habe dies einstimmig entschieden, wurde in Luxemburg und Paris mitgeteilt. Man empfehle den Aktionären anstatt dessen die Fusion mit dem russischen Unternehmen Severstal, die "aus strategischen, finanziellen und sozialen Gesichtspunkten attraktiver" sei.

BERLIN: Ein Einreiseverbot für den iranischen Staatschef
Mahmud Ahmadinedschad nach Deutschland zur Fußball-WM ist nach Ansicht von Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach aus rechtlichen Gründen kaum möglich. Verträge mit dem Fußball-Weltverband FIFA erschwerten, einen Besuch zu verhindern, sagte der CDU-Politiker dem 'Tagesspiegel'. Sollte Ahmadinedschad dennoch kommen, dürfe er in keinem Fall mit Protokoll empfangen werden. Ahmadinedschad leugnet den Holocaust und bestreitet das Existenzrecht Israels. Er hatte angekündigt, nach Deutschland kommen zu wollen, sollte die iranische Nationalmannschaft das Achtelfinale erreichen.

ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Bei den drei WM-Spielen am Sonntag gab es folgende Ergebnisse: Vize-Europameister Portugal besiegte in Köln Angola mit 1:0. Ebenfalls in einem Spiel der Gruppe D setzte sich in Nürnberg Mexiko mit 3:1 gegen den Iran durch. In der Gruppe C bzwangen die Niederlande die Auswahl Serbien-Montenegros in Leipzig mit 1:0.

MIAMI: Begleitet von heftigen Regenfällen hat sich in der Karibik der erste Tropensturm der diesjährigen Hurrikan-Saison gebildet. Wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mitteilte, braute sich der Sturm 'Alberto' vor der Küste Kubas zusammen. Die kubanischen Behörden brachten vorsorglich 25.000 Menschen in Sicherheit. - Experten sagen für dieses Jahr bis zu zehn Hurrikans voraus. Klimaforscher machen unter anderem die globale Erwärmung für die zunehmende Gefahr starker Wirbelstürme verantwortlich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und heiß; nur über den Mittelgebirgen einige Quellwolken. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich zwischen 26 und 32 Grad.

Am Vormittag meldeten bei wolkenlosem Himmel:

Hamburg und Berlin: 22 Grad;
Dresden und
Frankfurt am Main: 20 Grad;
Köln/Bonn: 18 Grad und
München: 14 Grad.

  • Datum 12.06.2006
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