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Nachrichten

Montag, den 05. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

PODGORICA: Nach der Abspaltung von Serbien hat Montenegro die internationale Gemeinschaft um diplomatische Anerkennung ersucht. Wie die Regierung in Podgorica mitteilte, gingen entsprechende Schreiben an die EU-Mitgliedsstaaten, die Nachbarländer auf dem Balkan und die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat. Das Parlament Montenegros hatte am Samstag eine Unabhängigkeitserklärung verabschiedet, nachdem sich die Bürger bei einer Volksabstimmung mehrheitlich für die Auflösung des Staatenbundes mit Serbien ausgesprochen hatten. Das serbische Parlament will an diesem Montag zusammenkommen, um seinerseits formell einen eigenständigen Staat zu proklamieren.

BRÜSSEL: Mit einer Werbekampagne will die Europäische Union das Bündnis populärer machen. Nach der Schlappe beim Verfassungsreferendum im vergangenen Jahr wird nun auf mehr Spaß und Unterhaltung gesetzt. Dies geht aus einem Vorschlagskatalog für die kommenden zwei Jahre hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Geplant sind danach Konzerte, Tanz- und Karnevalpartys über die Grenzen der Mitgliedsstaaten hinweg, ein neues Logo und eine Erkennungsmelodie. Mit dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung der EU-Gründungsverträge im kommenden Jahr soll die Werbekampagne für mehr Vertrauen vorangetrieben werden.

LIMA: Neuer Staatspräsident von Peru wird der Sozialdemokrat Alan Garcia. Nach Angaben der Wahlkommission in Lima erhielt er bei der Präsidenten-Stichwahl am Sonntag gut 55 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent, der Nationalist Ollanta Humala, räumte seine Niederlage ein. In einer Rede vor zehntausenden Anhängern warb Garcia für einen 'sparsamen und volksnahen' Staat. Außerdem will er den Kampf gegen die Armut in Peru verstärken. - Garcia war bereits von 1985 bis '90 peruanischer Präsident. Seine Amtszeit endete damals in politischem und wirtschaftlichem Chaos.

SCHARM EL SCHEICH: Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat sein Interesse an einer Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern bekräftigt. Israel stehe zum internationalen Nahost-Friedensplan und zu Gesprächen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, sagte Olmert bei einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak in Scharm el Scheich. Olmert erläuterte Mubarak nach eigenen Angaben auch seinen Plan zu einem einseitigen Teilabzug Israels aus dem Westjordanland, falls es zu keiner Einigung mit den Palästinensern kommen sollte.

MOGADISCHU: In Somalia haben islamische Milizen die strategisch wichtige Stadt Balad nördlich von Mogadischu erobert. Bei den Kämpfen zwischen den Islamisten und einer so genannten Anti-Terror-Koalition von Kriegsherren wurden allein am Sonntag mindestens 18 Menschen getötet. Balad war eine wichtige Basis der Koalition, die nach Berichten aus Somalia von den USA unterstützt wird.

BAGDAD: Die US-Armee hat eingeräumt, bei einer Übung im Irak versehentlich drei Zivilisten getötet zu haben. Ein während der Übung nördlich von Bagdad abgefeuertes Geschoss sei in bewohntem Gebiet eingeschlagen, erklärten die amerikanischen Streitkräfte. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Freitag. - Die US-Truppen stehen wegen der Tötung irakischer Zivilisten unter starkem Druck. So sollen amerikanische Soldaten im November in Haditha 24 Menschen erschossen haben.

NEU DELHI: Durch heftige Monsun-Regenfälle sind im Norden Indiens mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen ist der Unionsstaat Uttar Pradesh. Die Regenfälle lösten Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Hunderte Einwohner mussten ihre Häuser verlassen.

NAIROBI: Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat vor der drohenden Zerstörung der Wüstenlandschaften gewarnt. Der Rückgang der dort ohnehin knappen Wasservorräte gefährde das empfindliche Ökosystem, heißt es in einem in Nairobi vorgestellten UN-Bericht. Als Ursachen werden unter anderem der Klimawandel, die zunehmende Umweltverschmutzung und das Bevölkerungswachstum genannt. Derzeit gilt etwa ein Viertel der weltweiten Landfläche als Wüstenregion. Mehr als 500 Millionen Menschen leben dort. - Die Vereinten Nationen haben 2006 zum 'Jahr der Wüsten' erklärt.

BERLIN: Nach einer zweitägigen Ruhepause bezieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr WM-Quartier. Der 23-köpfige Kader und der Trainerstab trifft sich an diesem Montag in einem Hotel in der Nähe des Berliner Olympiastadions. Am kommenden Freitag wird die Nationalelf in München das Eröffnungsspiel gegen Costa Rica bestreiten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt und vielfach trocken. Im Süden und Nordosten einzelne Schauer. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 19 Grad.

Zuletzt meldeten bei durchweg bewölktem Himmel:

Hamburg: 9 Grad

Berlin: 10 Grad

Dresden: 9 Grad

Köln/Bonn: 11 Grad

Frankfurt am Main: 11 Grad

München: 10 Grad