1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 9. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

PJÖNGJANG: Nordkorea hat nach eigenen Angaben einen Atomtest durchgeführt und damit heftige internationale Proteste ausgelöst. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, der unterirdische Test sei erfolgreich verlaufen. Die Führung in Pjöngjang hatte den Versuch vor einer Woche angekündigt. Nach Angaben der südkoreanischen Regierung wurde die Atomwaffe in der nordöstlichen Provinz Hamgyong gezündet. In einer ersten Reaktion setzte Südkorea eine geplante Hilfslieferung an das kommunistische Land aus. Die US-Regierung bezeichnete den Atomtest als Provokation. Der britische Premierminister Tony Blair nannte das Vorgehen Nordkoreas verantwortungslos. Japan sprach von einer schweren Bedrohung für die Stabilität in Nordostasien. Auch China verurteilte den Test in ungewöhnlich scharfen Worten.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Atomtest in Nordkorea verurteilt. Steinmeier sagte, mit dem Test setze die nordkoreanische Regierung ihren Irrweg in die Selbstisolation weiter fort. Er forderte die Führung in Pjöngjang auf, ihre Nuklearwaffen- und Raketenprogramme unverzüglich einzustellen und weitere Tests zu unterlassen. Der Weltsicherheitsrat sei nun gefordert, dieser Provokation eine entschlossene Reaktion entgegenzusetzen, sagte Steinmeier.

KABUL: Der oberste Nato-Kommandeur in Afghanistan hat vor einer wachsenden Unterstützung für die Taliban gewarnt, falls sich die Lebensbedingungen im Land nicht rasch verbesserten. Afghanistan befinde sich an einem Scheideweg, sagte Generalleutnant David Richards. Wenn die Menschen in den kommenden sechs Monaten keine Verbesserungen vorfänden, könnte ein Großteil der Bevölkerung die Seiten wechseln. Richards kommandiert die rund 30.000 Soldaten der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe.

KABUL: Bei der Fahndung nach den Mördern der beiden in Afghanistan ermordeten deutschen Journalisten sind mehrere Verdächtige identifiziert worden. Ein Behördensprecher in der nordafghanischen Provinz Baghlan sagte, man sei sich fast sicher, dass diese die 30-jährige Karen Fischer und den 38 Jahre alten Christian Struwe erschossen hätten. Festgenommen wurde jedoch noch niemand. Die beiden freien Mitarbeiter der Deutschen Welle waren am Samstag überfallen und erschossen worden.

MOSKAU: Die russische Zeitung 'Nowaja Gaseta' hat umgerechnet knapp 740.000 Euro für Hinweise auf den oder die Mörder der Journalistin Ana Politkowskaja ausgesetzt. Das Blatt werde alles tun, damit die Täter gefunden würden, versprach die Zeitung in ihrer Montagsausgabe. Politkowskaja hatte zuletzt im Auftrag der Nowaja Gaseta an einem Bericht über Folter in Tschetschenien gearbeitet. Die russische Polizei geht unterdessen von einem Auftragsmord aus, da die Journalistin schon früher Morddrohungen erhalten habe.

BERLIN: Vor dem Energiegipfel an diesem Montag ist der Streit innerhalb der Großen Koalition über die Nutzung der Atomkraft wieder aufgeflammt. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch -CDU- plädierte abermals für verlängerte Laufzeiten der AKWs in Deutschland. Wirtschaftsminister Michael Glos von der CSU sagte, er sei dafür, die Atomkraft auch künftig zu nutzen. Dagegen verwies Umweltminister Sigmar Gabriel auf den geltenden Ausstiegsbeschluss. Zu dem Energiegipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Kabinettsmitglieder, Vertreter der Energiewirtschaft und Umweltvertreter eingeladen. Dabei sollen vor allem Möglichkeiten zur Einsparung von Energie erörtert werden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu mehr gegenseitigem Respekt und Geschlossenheit in der Großen Koalition aufgerufen. Angesichts des gereizten Klimas zwischen der Union und der SPD seien beide Seiten gefordert. Die Koalition müsse künftig wieder die Probleme der Menschen im Blick haben und sie lösen, sagte Merkel. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sicherte Merkel derweil die Loyalität der Ministerpräsidenten von CDU und CSU zu. Die Unions-Ministerpräsidenten stünden geschlossen zur Kanzlerin. Auch der SPD-Vorsitzende Kurt Beck forderte mehr Geschlossenheit in der Koalition.

PARIS: In Frankreich soll bereits ab Februar 2007 das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen nicht mehr erlaubt sein. Von der neuen Regelung betroffen seien unter anderem Bahnhöfe, Flughäfen, Schulen und Ämter, sagte Ministerpräsident Dominique de Villepin. Ab Anfang 2008 soll das Rauchen von Zigaretten und Zigarren auch in Restaurants, Bars und Discotheken verboten werden. Als Hauptgrund für das neue Gesetz nannte Villepin die hohen gesundheitlichen Schäden infolge des Rauchens.

POTSDAM: Der Lotto-Rekordjackpot ist geknackt. Wie der deutsche Lottoblock in Potsdam mitteilte, gehen die 37 Millionen Euro an einen Gewinner oder eine Tippgemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen. Der größte deutsche Lotto-Jackpot aller Zeiten hatte einen fast beispiellosen Ansturm auf die Lotto-Annahmestellen ausgelöst. Nach vorläufigen Zahlen hatten die Bundesbürger rund 143 Millionen Euro eingesetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und trocken. Vom Niederrhein bis zur Nordsee zeitweise wolkig. Höchstwerte 16 bis 21 Grad.


Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Berlin: 10°, fast wolkenlos;
Dresden: 7°, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 10°, wolkig;
Frankfurt am Main: 8°, leicht bewölkt und
München: 5°, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema