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Nachrichten

Montag, 9. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mit einem festlichen ökumenischen Gottesdienst in der Gethsemanekirche haben in der deutschen Hauptstadt die Feiern zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer begonnen. An dem Gottesdienst nahmen auch Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und internationale Gäste teil. Die Gethsemane-Kirche im Stadtteil Prenzlauer Berg war im Herbst 1989 ein Zentrum der Oppositionellen in der DDR. - Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Fall der Mauer vor 20 Jahren wird an diesem Montagabend ein Festakt vor dem Brandenburger Tor sein, zu dem neben mehreren hunderttausend Menschen aus dem In- und Ausland auch rund 30 Staats- und Regierungschef erwartet werden. - Nach den Worten von Kanzlerin Merkel ist die deutsche Einheit auch 20 Jahre nach Öffnung der innerdeutschen Grenzen noch nicht vollendet. Um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, müssten die struktuellen Unterschiede zwischen Ost und West abgebaut werden, sagte Merkel im ARD-Fernsehen.

BERLIN: US-Außenministerin Hillary Clinton hat dazu aufgerufen, bei den Feiern zum 20. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer den Blick nach vorn zu richten. Es gelte nun, die Mauern des 21. Jahrhunderts zu Fall zu bringen, sagte Clinton bei einer Veranstaltung des Atlantic Council in Berlin. Als größte internationale Herausforderungen bezeichnete die US-Außenministerin den Kampf gegen den Terrorismus, gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen sowie gegen den Klimawandel. - Clinton und Bundesaußenminister Guido Westerwelle erhielten vom Atlantic Council stellvertretend für das amerikanische und das deutsche Volk "Freiheitspreise" überreicht. - Der Council ist eine Organisation zur Föderung der transatlantischen Beziehungen.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die Aufnahme neuer Schulden für das von der schwarz-gelben Koalition geplante weitere Konjunkturpaket verteidigt. Die Entlastungen sollten die Nachfrage stützen, sagte Brüderle im deutschen Fernsehen. Dafür Kedite aufzunehmen, sei verantwortbar, so der FDP-Politiker. - Das Bundeskabinett will an diesem Montag das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz auf den Weg bringen. Es sieht die Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag sowie Steuererleichterungen für Unternehmen, Erben und das Hotelgewerbe vor.

RÜSSELSHEIM: General-Motors-Chef Fritz Henderson besucht an diesem Montag die Zentrale der deutschen GM-Tochter Opel in Rüsselsheim. Ein Opel-Sprecher bestätigte entsprechende Medienberichte. In den nächsten Tagen will die GM-Spitze ein Konzept zur Sanierung von Opel vorlegen. Parallel dazu sucht der US-Konzern nach einem Nachfolger für den scheidenden GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster. Nach einem Bericht der 'Frankfurter Rundschau' hat der Manager des Zulieferers Magna, Herbert Demel, gute Chancen, auf den Posten berufen zu werden.

WASHINGTON: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat das Ausland mitverantwortlich für die Korruption in seiner Regierung gemacht. Karsai sagte im US-Fernsehen, dass das viele Geld, das aus dem Ausland in sein Land fließe, eine bis dahin ungesehene Art von Korruption nach Afghanistan gebracht habe. Problematisch sei eine mangelnde Transparenz bei der Auftragsvergabe und die Korruption bei der Umsetzung von Projekten. Konkrete Beispiele nannte Karsai nicht.

PESHAWAR: Bei einem Selbstmord-Anschlag in der pakistanischen Stadt Peshawar sind vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Attentäter. Fünf weitere Personen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der Mann zündete die Bombe bei einer Polizeikontrolle. Der Sprengsatz war in einer Fahrrad-Rikscha versteckt. - Islamische Extremisten haben in Pakistan in den vergangenen sechs Wochen zahlreiche Anschläge verübt. Dabei kamen mehr als 300 Menschen ums Leben.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat das irakische Parlament für die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes gelobt. Die Einigung sei ein "Meilenstein" auf dem Weg zu einem dauerhaftem Frieden im Irak, sagte Obama. Außerdem erlaube es einen "verantwortungsvollen" Abzug der US-Truppen aus dem Land. Das irakische Parlament hatte nach wochenlangem Streit am Sonntag das Wahlgesetz für die Parlamentswahl im Januar beschlossen. Hauptstreitpunkt war der Machtkampf zwischen Turkmenen, Arabern und Kurden in der Stadt Kirkuk gewesen. Dieses Problem wurde gelöst, indem man den Turkmenen und Arabern aus der Stadt eine feste Zahl von Sitzen im Parlament zusagte. - Araber und Turkmenen wehren sich gegen Bestrebungen der Kurdenparteien, Kirkuk zu einem Teil des nordirakischen Autonomiegebietes der Kurden zu machen.

CARACAS: Die Spannungen zwischen den beiden lateinamerikanischen Staaten Venezuela und Kolumbien spitzen sich zu. Der linksgerichtete venezolanische Präsident Hugo Chávez wies die Streitkräfte an, sich auf einen möglichen bewaffneten Konflikt mit dem Nachbarland vorzubereiten. Er reagierte damit auf ein Abkommen, das die kolumbianische Regierung mit den USA geschlossen hat. Es erlaubt US-Militärs den Zugang zu mehreren Armeestützpunkten Kolumbiens. Chavez sieht darin eine gezielte Aggression gegen sein Land.

SAN SALVADOR: In El Salvador sind durch Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 124 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Rettungskräfte und Freiwillige suchen nach Vermissten. Zuvor war Hurrikan "Ida" über Mittelamerika hinweg gezogen. El Salvadors Präsident Mauricio Funes rief den Notstand aus. gegenwärtig bewegt sich der Sturm über die Ölfelder im Golf von Mexiko in Richtung USA. Für die Bundesstaaten Mississippi, Alabama und Florida wurde eine Hurrikan-Warnung ausgegeben. Louisiana rief vorsorglich den Notstand aus.

JAKARTA: Bei Erdrutschen auf der indonesischen Insel Sulawesi sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Schlamm- und Gerölllawinen verschütteten etwa 20 Häuser außerhalb der Stadt Palopo. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. - Auf der Insel Sumbawa starben bei einem Erdbeben mindestens zwei Menschen. Nach Medienangaben erschütterte ein Erdstoß der Stärke 6,7 die östlich von Bali gelegene Insel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bedeckt, teils trübe. Von Südosten in Richtung Nordsee vorankommender Regen. Im Nordwesten und Teilen Bayerns meist trocken. Tagestemperaturen zwei bis acht Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 7 Grad, bedeckt
Berlin und Dresden: 4 Grad, Nieseln
Köln/Bonn: 6 Grad, bedeckt
Frankfurt am Main: 6 Grad, leichter Regen
München: 4 Grad, nach Regen

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