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Nachrichten

Montag, 9. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Im Rahmen des deutsch-französischen Ministerrats kommen Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy an diesem Montag im bayerischen Straubing zusammen. An dem Treffen nehmen auch die Außen,- Verteidigungs- Wirtschafts- und Umweltminister beider Staaten teil. Zehn Tage vor dem EU-Gipfel in Brüssel soll es hauptsächlich um die Klima- und Umweltpolitik gehen. Deutschland wendet sich gegen die ab 2012 geplante Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes für Neuwagen. Es sieht deutsche Autohersteller mit ihren Oberklasse-Fahrzeugen gegenüber französischen und italienischen Kleinwagenproduzenten benachteiligt. Ein weiteres Thema ist der Ausbau der EU-Verteidigungspolitik. Frankreich übernimmt am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz.

LJUBLJANA: US-Präsident George W. Bush wird an diesem Montag in Slowenien erwartet, der ersten Station seiner mehrtägigen Europa-Reise. Anlass ist das Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und den USA, das in diesem Jahr im slowenischen Brdo stattfindet. Am Dienstagabend wird Bush dann nach Deutschland weiterreisen, wo er mit Kanzlerin Angela Merkel im Gästehaus der Bundesregierung Schloss Meseberg zusammenkommen wird. Außerdem will der US-Präsident die Hauptstädte Rom, Paris und London besuchen.

BERLIN: Die USA sollten nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel in mehreren Bereichen mit Deutschland enger zusammenarbeiten. In der 'Süddeutschen Zeitung' schreibt die Kanzlerin, es gebe zu viele Regeln, die kontraproduktiv seien und transatlantisch engagierte Unternehmen unnötig belasteten. Dazu gehöre etwa, dass alle Container vor dem Export in die USA durchleuchtet werden müssten. Eine Vereinheitlichung der Regeln könne Kosten senken helfen. Positives Beispiel der Zusammenarbeit sei der 2007 gegründete Transatlantische Wirtschaftsrat, dessen Arbeit bereits erste Früchte trage.

STOCKHOLM: Die weltweiten Rüstungsausgaben steigen weiter auf breiter Front. Für das vergangene Jahr ermittelte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut -SIPRI- ein Wachstum von sechs Prozent auf fast 860 Milliarden Euro. Die höchsten Steigerungsraten verzeichnet Osteuropa einschließlich Russlands. Fast die Hälfte aller Rüstungsausgaben in der Welt entfiel mit 45 Prozent auf die USA. Deutschland liegt auf dem sechsten Platz. Im internationalen Waffenhandel ermittelte das Institut einen aktuellen Anstieg um sieben Prozent. Deutschland war mit zehn Prozent der drittgrößte Rüstungsexporteur hinter den USA mit 31 und Russland mit 25 Prozent. Als politische Konsequenz aus den aktuellen Trends fordern die Stockholmer Friedensforscher eine Wiederbelebung der internationalen Rüstungskontrolle.

CARACAS: Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat die linksgerichtete kolumbianische FARC-Guerilla zur bedingungslosen Freilassung aller Geiseln und zum Start in einen Friedensprozess aufgefordert. Eine bewaffnete Untergrund-Bewegung sei in Lateinamerika nicht mehr zeitgemäß, sagte er in einer Fernsehansprache. Mit ihrer Politik, so Chavez, lieferten die so genannten 'Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens' den USA immer wieder Vorwände, um gegen Venezuela und andere Staaten in Lateinamerika vorzugehen. Kolumbiens Justiz- und Innenminister Carlos Holguin begrüßte die Worte des venezolanischen Präsidenten, den er dennoch als Verbündeten der FARC bezeichnete. Die Guerilleros haben zurzeit mehr als 700 Soldaten, Polizisten und Politiker in ihrer Gewalt.

KHARTUM: Die Nord- und die Südhälfte des Sudan haben sich auf eine Beilegung des Streits um die Öl-Region Abjej an der Grenze der beiden Landesteile geeinigt. Präsident Omar al Baschir unterzeichnete die Vereinbarung für den mehrheitlich arabischen Norden, für den Süden unterschrieb Vize-Präsident Salva Kir. Erstmals sollen auch die Vereinten Nationen freien Zugang erhalten und im Konflikt notfalls vermitteln oder juristisch entscheiden. Jüngste Kämpfe um das ölreiche Gebiet hatten den vor drei Jahren geschlossenen Friedensvertrag zwischen beiden Landesteilen ernsthaft bedroht.

BERLIN: Die CSU ist mit ihrem Vorstoß, die Pendlerpauschale bereits ab dem ersten Kilometer wieder voll von den Steuern absetzen zu können, bei der CDU erneut gescheitert. Bei der gemeinsamen Präsidiumssitzung in Erding bei München sei deutlich geworden, dass die Schwesterpartei vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts eine Neuregelung nicht mittragen werde, sagte Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein. Außerdem beharre Kanzlerin Angela Merkel darauf, dass die Haushaltskonsolidierung Vorrang habe. Seit vergangenem Jahr kann die Pauschale erst ab dem 21. Kilometer geltend gemacht werden. Eine Entscheidung der Verfassungsrichter über eine Rückkehr zur alten Regelung wird noch in diesem Jahr erwartet.

KLAGENFURT: Die österreichische Polizei hat am Rande des EM-Spiels zwischen Deutschland und Polen 140 Deutsche festgenommen. Sie hatten polnische Fußballfans mit rechtsradikale Parolen beschimpft. Die Festgenommenen sollen wegen Landfriedensbruchs angezeigt und des Landes verwiesen werden. In der vergangenen Woche hatten polnische und deutsche Boulevardmedien Stimmung gegen das jeweils andere Land gemacht. Auslöser war eine Fotomontage in dem polnischen Blatt 'Super Express' mit den abgeschlagenen Köpfen von Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Michael Ballack. Im Anschluss an das Spiel in Klagenfurt kam es zu keinen nenneswerten Ausschreitungen. Die deutsche Nationalmannschaft besiegte Polen mit 2:0. Beide Tore schoss Lukas Podolski. Deutschland setzte sich mit dem Sieg in der Gruppe B an die Spitze.

DONEZK: Nach der Methangas-Explosion in einem ukrainischen Kohlebergwerk sind zwei von mindestens 37 verschütteten Bergleuten lebend geborgen worden. Wie örtliche Medien berichten, wurde ein Kumpel tot ans Tageslicht gebracht. Bei dem Unglück in etwa 1.000 Meter Tiefe war tags zuvor der Hauptschacht der Karl-Marx-Grube im ostukrainischen Enakiewo völlig verschüttet worden. Seitdem füllt sich die Mine zunehmend mit Grundwasser und macht die Rettungsarbeiten für die restlichen vermissten Männer schwierig. Das Bergwerk im Donezk-Revier zählt zu den ältesten in der Ukraine und war aus Sicherheitsgründen bereits geschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall zunächst heiter. In der Mitte und im Süden bilden sich im Tagesverlauf Quellwolken; gebietsweise kommt es zu Schauern und Gewittern. Warm bei 21 bis 30 Grad.

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