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Nachrichten

Montag, 9. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg soll Nachfolger von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos werden. Das melden mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Unionspolitiker. Der 64-jährige Glos hatte am Samstag überraschend um seine Entlassung gebeten und dafür Altersgründe genannt. CSU-Chef Horst Seehofer hatte ihn zunächst nicht gehen lassen wollen. Am Sonntag einigte er sich aber mit Kanzlerin Angela Merkel, den amtsmüden Minister abzulösen. Seehofer will die Entscheidung über die Nachfolge von Glos am Vormittag offiziell bekannt geben.

WIESBADEN: Die weltweite Wirtschaftsflaute hat dem deutschen Außenhandel im Dezember 2008 erneut ein kräftiges Minus beschert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,7 Prozent auf rund 67 Milliarden Euro. Die Einfuhren gingen um 3,3 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro zurück. Im Gesamtjahr 2008 stiegen die deutschen Exporte dagegen leicht um 2,8 Prozent.

HAMBURG: Die EU-Staaten haben nach Informationen der 'Financial Times Deutschland' kaum noch Geld, um mit weiteren Bankenrettungs- und Konjunkturpaketen gegen die Rezession anzukämpfen. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen vertraulichen Bericht des Wirtschafts- und Finanzausschusses, über den die Finanzminister der Union an diesem Dienstag beraten. Das Papier schätzt den Gesamtumfang der nationalen Konjunkturpakete auf drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Gemeinschaft. Für 2010 wird das höchste Defizit seit 15 Jahren erwartet. Die Obergrenze liegt eigentlich bei drei Prozent.

TOKIO: Nach Toyota rechnet auch Japans drittgrößter Autobauer Nissan mit einem Jahresverlust und will wegen der globalen Absatzkrise nun weltweit 20.000 Stellen abbauen. Wie der Konzern mitteilte, werde der operative Verlust in dem im März zu Ende gehenden Geschäftsjahr umgerechnet1,5 Milliarden Euro betragen. Es ist der erste Betriebsverlust seit 14 Jahren. Unter dem Strich werde das Minus bei rund 2,2 Milliarden Euro liegen, teilte der Konzern mit.

ANTANANARIVO: Madagaskars Verteidigungsministerin Cecile Manorohanta hat ihren Rücktritt erklärt. Grund dafür sei die blutige Niederschlagung der jüngsten regierungskritischen Proteste, sagte sie dem Radiosender Antsive. Am Samstag hatten Soldaten bei einer Kundgebung gegen Staatschef Marc Ravalomanana in der Hauptstadt mindestens 28 Demonstranten erschossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte Madagaskar bereits seine Hilfe bei einer friedlichen Konfliktlösung angeboten. Zudem fordere die UN einen fairen Prozess für die Verantwortlichen der Ausschreitungen, sagte eine Sprecherin von Ban in New York. Zur Zeit ringen Präsident Ravalomanana und Oppositionsführer Andry Rajoelina, abgesetzter Bürgermeister der Hauptstadt, um die Macht auf der Tropeninsel.

SYDNEY: Im Südosten Australiens ist ein Ende der schlimmsten Waldbrände seit Jahrzehnten nicht in Sicht. In den benachbarten Bundesstaaten Victoria und New South Wales sind knapp 80 Brände noch außer Kontrolle. Starke Winde und Temperaturen über 40 Grad Celsius fachen die Feuer an. Die Regierung entsandte Soldaten, um die 30.000 Helfer und Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen zu unterstützen. Bisher kamen mindestens 131 Menschen ums Leben, mit weiteren Todesopfern wird gerechnet. Viele Menschen verbrannten in ihren Autos, als sie versuchten, dem Inferno zu entkommen.

GAZA-STADT: Nach dem Beschuss Südisraels durch militante Palästinenser hat ein israelisches Kampfflugzeug in der Nacht zum Montag zwei Raketen auf den südlichen Gazastreifen abgefeuert. Der Angriff galt laut israelischen Medien einem Posten der radikal-islamischen Hamas und der palästinensischen Sicherheitskräfte in der Nähe von Chan Junis. Am Sonntag waren in der israelischen Stadt Aschkelon und auf einer Farm zwei Raketen eingeschlagen. Trotz der wiederholten Raketenangriffe auf Israel will die Hamas weiter über eine langfristige Waffenruhe für den von ihr beherrschten Gazastreifen verhandeln. Nach einer neuen Gesprächsrunde mit ägyptischen Vermittlern flog eine Delegation der Hamas von Kairo in Syriens Hauptstadt Damaskus, um dort mit der Exilführung der Organisation über Einzelheiten einer möglichen Vereinbarung zu beraten.

TEHERAN: Der reformorientierte frühere iranische Staatschef Mohammed Chatami tritt bei der Präsidentenwahl im Juni gegen den umstrittenen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad an. Der 65-Jährige gab seine Kandidatur vor Anhängern in Teheran bekannt. Während Chatamis Amtszeit von 1997 bis 2005 entspannte sich Irans Verhältnis zum Westen. Er lockerte zudem strikte Einschränkungen im kulturellen und sozialen Leben. Viele seiner Vorhaben scheiterten letztendlich aber am Widerstand der konservativen Kräfte im Land.

MADRID: In der spanischen Hauptstadt Madrid ist eine Autobombe explodiert. Die Detonation ereignete sich in der Nähe des Madrider Messegeländes vor dem Gebäude einer großen Baufirma, wie der Rundfunk berichtete. Ersten Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Hinter dem Anschlag wird die baskische Untergrundorganisation ETA vermutet. :

BUENOS AIRES: Die ultrakonservative katholische Pius-Bruderschaft hat den Holocaust-Leugner Richard Williamson als Leiter eines Priesterseminars in Argentinien abgesetzt. Der britische Bischof sei von seinen Pflichten an der Spitze des Seminars La Reja entbunden worden, teilte das Oberhaupt der Bruderschaft Pius X. in Lateinamerika, Pater Christian Bouchacourt, mit. Williamsons Äußerungen reflektierten in keiner Weise die Haltung der Gemeinschaft. Papst Benedikt XVI. hatte Williamson und drei weitere exkommunizierte Bischöfe der Pius-Bruderschaft am 24. Januar rehabilitiert und damit in vielen Ländern Empörung und Sorge über die Zukunft des katholisch-jüdischen Dialogs ausgelöst. Vor wenigen Tagen forderte der Vatikan Williamson auf, seine Leugnung des Holocausts unmissverständlich und öffentlich zurückzunehmen. Dies lehnt der umstrittene Bischof bislang ab.

LOS ANGELES: Die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle und der Rundfunkchor Berlin unter Simon Halsey sind mit einem Grammy ausgezeichnet worden. Die Berliner bekamen den begehrten Musikpreis für ihre Interpretation der "Psalmensinfonie" von Igor Strawinski, mit der sie sich gegen die Konkurrenz aus London und Warschau durchsetzten. Ein weiterer Grammy ging an den in den USA lebenden deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer. Er erhielt den Preis für den Soundtrack zu dem Batman-Film "The Dark Knight". Zum besten Song des Jahres wurde "Viva La Vida" der britischen Rockband Coldplay gekürt. - Die Grammys gelten als die wichtigsten Musik-Auszeichnungen in den USA.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten sowie südlich der Donau aufgelockert und meist trocken. Von Westen ziehen später Schnee und Regen auf. Die Höchstwerte erreichen minus ein bis plus sieben Grad.

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