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Nachrichten

Montag, 9. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DRESDEN: Die Lage in den Hochwassergebieten im Osten Deutschlands bleibt kritisch. Inzwischen habe der Scheitelpunkt der Neiße-Flutwelle das sächsische Bad Muskau erreicht, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzstabes. Es seien alle Anstrengungen unternommen worden, um die Stadt und den zum UNESCO-Welterbe zählenden Fürst-Pückler-Park zu schützen. Er gehe dennoch davon aus, dass der Park überflutet werde. - Im Erzgebirge und in der Sächsischen Schweiz entspannt sich hingegen die Situation. Sachsens Ministerpräsident Tillich hat den Hochwasser-Opfern schnelle, unkomplizierte Hilfe zugesagt.

MOSKAU: In Russland lodern die verheerenden Wald- und Torfbrände weiter. Landesweit stehen derzeit etwa 200.000 Hektar Land in Flammen. Mittlerweile bedrohen die Brände auch das Atomforschungszentrum Sneschinsk am Ural. In Moskau sterben wegen der andauernden Tagestemperaturen von um die 40 Grad und des giftigen Smogs täglich etwa doppelt so viele Menschen wie sonst. Derzeit liege die Zahl der Toten jeden Tag bei etwa 700, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Meteorologen gehen davon aus, dass die extreme Hitzewelle noch mindestens bis Mittwoch andauern wird. - Zum Schutz der Bevölkerung vor giftigem Qualm liefert Deutschland 100.000 Atemschutzmasken. Frankreich und Bulgarien schickten Feuerwehrleute. Hilfe kommt auch aus Italien und Polen.

PEKING: Zwei Tage nach den verheerenden Erdrutschen im Nordwesten Chinas werden noch immer rund 1.300 Menschen vermisst. Die Zahl der Todesopfer wird offiziell mit 127 angegeben. Soldaten durchsuchen die Trümmer eingestürzter Häuser weiter nach Überlebenden. Außerdem wird versucht, einen Damm aus Schlamm und Geröll an einem Fluss oberhalb der schwer verwüsteten Stadt Zhouqu zu sprengen, um eine weitere Flutwelle zu verhindern. Ungewöhnlich heftige Regenfälle im tibetischen Teil der Provinz Gansu hatten am Samstag die Erdrutsche ausgelöst.

TOKIO: Drei Tage nach Hiroshima hat auch die japanische Stadt Nagasaki der Opfer der Atombomben-Abwürfe vor 65 Jahren gedacht. Um kurz nach 11 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die Bombe über Nagasaki explodiert war, legten viele Menschen eine Schweigeminute ein. Durch die beiden US-Atombomben starben in Japan mehrere hunderttausend Menschen - unmittelbar nach den Abwürfen oder an Spätfolgen der atomaren Verstrahlung.

KIGALI: Im zentralafrikanischen Ruanda findet die zweite Präsidentenwahl seit dem Völkermord vor 16 Jahren statt. Als klarer Favorit gilt Amtsinhaber Paul Kagame von der Regierungspartei "Patriotische Front" -RPF-. Gegen den seit zehn Jahren amtierenden Staatschef treten drei Herausforderer an. Nach Ansicht von Kritikern sind die vermeintlichen Mitbewerber allerdings von der Regierungspartei RPF geduldete Strohmänner. Teile der Opposition bezeichnen die Präsidentenwahl als Farce. Kagame hatte bei der letzten Wahl mehr als 90 Prozent der Stimmen erhalten.

HAMBURG: Die Sicherheitsbehörden haben eine Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg geschlossen. Der angegliederte arabische Kulturverein Taiba sei verboten worden, teilte ein Sprecher der Innenbehörde mit. Die Taiba-Moschee war unter ihrem früherem Namen Al-Quds-Moschee bekannt geworden, weil sie einigen der Attentäter der Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 als Anlauf- und Treffpunkt gedient hatte. Dazu gehörte unter anderem der Kopf der Terrorzelle, Mohammed Atta. Bis heute treffen sich in der Moschee nach den Erkenntnissen der Behörden radikale Islamisten.

WIESBADEN: Der deutsche Außenhandel hat im Juni stark angezogen. Die Ausfuhren seien im Vergleich zum Vorjahr um 28,5 Prozent und die Importe sogar um 31,7 Prozent gestiegen, teilte das statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Wert der Importe war mit rund 72 Milliarden Euro der höchste seit Erhebung der Datenreihe im Jahr 1950. Die Exporte legten im Vergleich zum schon exportstarken Vormonat Mai nochmals um 3,8 Prozent zu. Deutsche Unternehmen verkauften Waren im Wert von 86,5 Milliarden Euro ins Ausland - so viel wie seit Ausbruch der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 nicht mehr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südwesten meist freundlich. Richtung Norden und Osten mehr Wolken mit örtlichen Schauern und kurzen Gewittern. Höchstwerte 18 bis 27 Grad.

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