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Nachrichten

Montag, 9. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BAGDAD: Am vierten Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein sind im Irak zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Präsenz der ausländischen Truppen im Land zu protestieren. Sie folgten einem Aufruf des radikalen Schiiten-Führers Moktada al-Sadr, der zu Protesten gegen die US-Besatzungstruppen aufgerufen hatte. Die Demonstranten in den Städten Nadschaf und Kufa riefen anti-amerikanische Parolen und traten Flaggen der USA und Israels mit Füßen. Die irakische Führung teilte mit, der Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein sei künftig kein Feiertag mehr.

WASHINGTON: Der von den US-Demokraten dominierte Senat will Präsident George W. Bush nicht die Finanzmittel für den Irak-Einsatz kürzen. Allerdings werde man weiter Druck auf Bush ausüben, damit er die irakische Führung zu einer politischen Lösung bewege, sagte der Vorsitzende des Streitkräfte-Ausschusses, Carl Levin. Sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus hatten sich kürzlich dafür ausgesprochen, die Bereitstellung weiterer Gelder für die US-Truppen im Irak mit einer Abzugsfrist zu verknüpfen. Bush hat gegen ein entsprechendes Gesetz bereits sein Veto angekündigt.

TOKIO: Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat Japan für die geleistete Wiederaufbauhilfe in seinem Land gedankt. Zugleich rief er die japanische Wirtschaft zu mehr Investitionen im Irak auf. Al-Maliki äußerte sich nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Fumio Kyuma in Tokio. Zuvor war er von Kaiser Akihito empfangen worden. Der irakische Regierungschef traf mit mehrstündiger Verspätung in Japan ein, weil der Iran seiner Maschine den Überflug verweigert hatte.

KABUL: Die sechs Tornado-Aufkärungsflugzeuge der Bundeswehr in Afghanistan stehen von heute an unter dem Kommando der NATO. Die Allianz hatte die Kampfflugzeuge angefordert, damit sie die Mission der internationalen Schutztruppe ISAF mit Aufklärungs-Flügen unterstützen. Unter anderem sollen sie Patrouillen-Strecken abfliegen und das Grenzgebiet zu Pakistan sowie Stellungen der radikal-islamischen Taliban aus der Luft beobachten. Bei Kampfeinsätzen sollen die deutschen Flugzeuge nicht mitwirken. Die sechs Maschinen waren vergangene Woche am Stützpunkt der deutschen Truppen in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans eingetroffen. Vom 15. April an sollen sie einsatzbereit sein.

DILI: Fünf Jahre nach der Abspaltung von Indonesien ist in Ost-Timor ein neuer Staatschef gewählt worden. Um die Nachfolge von Präsident Xanana Gusmao, der nicht mehr antrat, bewarben sich acht Kandidaten. Als Favorit gilt der Friedensnobelpreisträger und amtierende Ministerpräsident Jose Ramos-Horta. Beobachter berichten, die Präsidentenwahl sei weitgehend ruhig verlaufen. Das Endergebnis dürfte erst im Laufe der Woche vorliegen. Sollte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, findet im Mai eine Stichwahl statt.

DOHA: Vertreter der Erdgas exportierenden Staaten beraten in der Hauptstadt von Katar über eine engere Zusammenarbeit. Russland und der Iran wiesen Befürchtungen zurück, die weltgrößten Gas- Förderländer wollten ein Kartell nach dem Vorbild der Organisation Erdöl exportierender Länder, OPEC, gründen. Es gehe vielmehr um Marktstabilität und eine sichere Versorgung, erklärten Teilnehmer der zweitägigen Beratungen in Doha.

PARIS: Mit dem offiziellen Wahlkampfauftakt hat in Frankreich die heiße Phase im Rennen um die Präsidentschaft begonnen. Von heute an bis zum Wahltag am 22. April können die zwölf Kandidaten für das höchste Staatsamt mit kurzen Spots in Fernsehen und Hörfunk für ihr Programm werben. In Umfragen liegt der konservative frühere Innenminister Nicolas Sarkozy knapp vor der Sozialistin Ségolène Royal. Wer Präsident Jacques Chirac nach zwölf Jahren im Amt ablösen wird, entscheidet sich voraussichtlich erst in einer Stichwahl der beiden Bestplatzierten am 6. Mai.

BERLIN: Jeder achte Beschäftigte einer Zeitarbeitsfirma verdient nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes -DGB- so wenig, dass er zusätzlich auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen ist. Ein erheblicher Teil der Zeitarbeitnehmer stecke in Beschäftigungsverhältnissen, die den Lebensunterhalt nicht absicherten, kritisierte DGB-Chef Michael Sommer. Es sei höchste Zeit, das Armutsrisiko in der Zeitarbeit zu beseitigen. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro könne helfen, unerträglich niedrige Stundenlöhne zu verhindern, erklärte Sommer. - Von den mehr als 550.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei Zeitarbeitsfirmen erhielten nach DGB-Berechnungen im Herbst 2006 knapp 69.000 ergänzend Leistungen aus den Sozialkassen. Bei fast allen Betroffenen handelte es sich um Vollzeitbeschäftigte.

BERLIN: Mit Protestmärschen in mehreren Städten gehen die traditionellen Ostermärsche der deutschen Friedensbewegung gegen Krieg und Rüstung zu Ende. Die zentrale Abschlußkundgebung findet in Frankfurt am Main statt. Seit Karfreitag hatten sich mehrere tausend Menschen an den Demonstrationen beteiligt. Die größte Protestaktion fand am Sonntag in Brandenburg statt. Tausende Menschen protestierten in der Wittstocker-Heide gegen das so genannte 'Bombodrom'. Bereits seit Jahren gibt es dort an Ostern Proteste gegen die geplante militärische Nutzung eines ehemaligen Übungsgeländes der Sowjet-Truppen durch die Bundeswehr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge meist bewölkt, zeitweise etwas Regen. Nach Süden hin heiter und trocken. Höchstwerte 12 bis 22 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 10 Grad, leichter Regen; Berlin: 11 Grad, bedeckt; Dresden: 14 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 13 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 15 Grad, leicht bewölkt und München: 14 Grad, leicht bewölkt.

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