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Nachrichten

Montag, 8. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STOCKHOLM: Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die amerikanischen Wissenschaftler Mario Capecchi und Oliver Smithies sowie ihren britischen Kollegen Martin Evans. Nach Angaben des Nobelkommitees in Stockholm werden sie für ihre bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Genforschung ausgezeichnet. Mit der von ihnen entwickelten Methode könne fast jeder Aspekt der körperlichen Vorgänge bei Säugetieren untersucht werden. Der renommierte Preis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert und wird im Dezember überreicht. Bis zum Ende der Woche wird die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften auch die Preisträger für Physik, Chemie, Frieden und Literatur benennen. Wer den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommt, soll Anfang nächster Woche mitgeteilt werden.


BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine positive Bilanz ihrer Afrika-Reise gezogen. Die Regierungschefin sprach von einer beeindruckenden und interessanten Reise. In den vergangenen Tagen hatte sie Liberia, Südafrika und Äthiopien besucht. Inzwischen kehrte die Kanzlerin nach Berlin zurück. Am Sonntag hatte sie der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf Unterstützung beim Wiederaufbau des vom Bürgerkrieg stark zerstörten Landes zugesichert. Deutschland wolle sich auch dafür einsetzen, dass die Voraussetzungen für eine Entschuldung Liberias geschaffen würden, sagte Merkel. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul kündigte eine Aufstockung der Wiederaufbauhilfe für das westafrikanische Land um vier Millionen auf gut 18 Millionen Euro an.


BERLIN: Nach dem Anschlag auf Bundeswehr-Soldaten in der Region um die nordafghanische Stadt Kundus ist nun auch das dortige deutsche Feldlager angegriffen worden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin mitteilte, schlugen vier Raketen in dem Lager ein. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch Sachschaden. Erst am Freitag waren bei einem Selbstmordanschlag drei deutsche Soldaten verletzt worden.


ISLAMABAD: Pakistans früherer Geheimdienstchef Ashfaq Kiyani ist zum stellvertretenden Generalstabschef ernannt worden und steht damit bereit, die Nachfolge von Präsident Pervez Musharraf an der Spitze der Armee anzutreten. Kiyani wurde im Hauptquartier der Streitkräfte in Rawalpindi mit militärischen Ehren in sein Amt eingeführt. Musharraf war am Samstag vom Parlament in seinem Amt als Präsident bestätigt worden. Die Entscheidung liegt jetzt beim Obersten Gerichtshof des Landes, der auf Antrag der Opposition über die Rechtmäßigkeit der Kandidatur Musharrafs zu befinden hat. Der Staatschef hatte nach öffentlichem Druck versprochen, im Fall seiner Wiederwahl sein Amt an der Spitze der Armee abzugeben.


WASHINGTON: Der irakische Präsident Dschalal Talabani hält einen schnelleren Rückzug der US-Truppen aus seinem Land für möglich als bisher von der Regierung in Washington in Aussicht gestellt. Bis Ende 2008 könnten nach seiner Einschätzung mehr als 100.000 der jetzt rund 165.000 US-Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt sein, sagte Talabani bei einem Besuch in den USA. US-Präsident George W. Bush hatte im September einen Plan seines Oberkommandierenden im Irak gebilligt, die Truppenstärke in dem Golfstaat bis Mitte nächsten Jahres um maximal 30.000 zu reduzieren. Verteidigungsminister Robert Gates hat die Hoffnung auf den Abzug weiterer 20.000 Soldaten bis Januar 2009 geäußert.


TEHERAN: Unmittelbar vor einer Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an der Universität von Teheran ist es zu Tumulten gekommen. Etliche regierungskritische Studenten riefen laut Augenzeugen 'Tod dem Diktator'. Einige Hochschüler sollen festgenommen worden sein. Im Dezember hatten Studenten eine Rede des Präsidenten an einer anderen iranischen Universität gestört.


DEN HAAG: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den Niederlanden eingetroffen. Er folgt einer Einladung von Königin Beatrix. Köhler wird auch mit Ministerpräsident Jan Peter Balkenende zusammenkommen. Außerdem will er dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag einen Besuch abstatten.


BERLIN: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Lokführer-Gewerkschaft Kompromissbereitschaft signalisiert. Über die Höhe der Lohnforderung könne man reden, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Ziel sei es, schnell wieder an den Verhandlungstisch zu kommen. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatte die GDL-Forderung nach 31 Prozent mehr Lohn zuvor als völlig unrealistisch bezeichnet. Das Unternehmen stellte den Lokführern maximal zehn Prozent mehr Geld in Aussicht. Die Gewerkschaft will in dieser Woche zu weiteren Streiks aufrufen, sollte die Bahn bis Dienstagmittag kein neues Angebot vorlegen.


BERLIN: Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor Mittal will bis 2012 jährlich rund 1,3 Milliarden Dollar in seine europäischen Werke investieren. In Deutschland sollen davon die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen profitieren. Arcelor Mittal ist in Deutschland nach ThyssenKrupp der zweitgrößte Stahlproduzent. - Die internationale Stahl-Industrie geht indes von einer Fortsetzung des weltweiten Booms aus. Wie zum Auftakt der Weltstahlkonferenz in Berlin mitgeteilt wurde, rechnet die Branche in diesem und im nächsten Jahr mit einem Anstieg der Rohstahl-Erzeugung um jeweils rund sieben Prozent.


HANOI/ PEKING: Der Taifun 'Lekima' hat in Vietnam die schlimmsten Überschwemmungen seit 20 Jahren verursacht. Nach Angaben der Behörden stehen weite Teile des Nordens und der Mitte des Landes unter Wasser. Viele Bewohner retteten sich auf die Dächer ihrer Häuser und warten nun auf Hilfe. Mindestens 66 Menschen kamen durch 'Lekima' ums Leben, knapp 20 werden noch vermisst. - Im Südosten Chinas hat der Taifun 'Krosa' erhebliche Überflutungen verursacht. Regierungsvertreter sprachen von wirtschaftlichen Schäden von umgerechnet 450 Millionen Euro allein in der Provinz Zhejiang. Der Taifun war am Sonntag auf Land getroffen und schwächte sich anschließend ab.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden dichtere Wolken, aber meist trocken. In Richtung Süden freundlicher. Höchstwerte 15 bis 20 Grad.

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