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Nachrichten

Montag, 8. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LÜNEBURG: Nach fast drei Tagen Fahrt hat der Castor-Transport mit 123 Tonnen hochradioaktivem Atommüll die Verladestation im niedersächsischen Dannenberg erreicht. Der Zug mit den elf Spezialbehältern war am Freitag in Nordfrankreich gestartet. Der Atommüll aus deutschen Meilern war in der französischen Anlage La Hague aufbereitet worden. Auf seinem Weg durch Deutschland war der Transport immer wieder von Atomkraftgegnern aufgehalten worden. Zuletzt hatten sich in der vergangenen Nacht mehrere tausend Demonstranten bei Dahlenburg im Wendland zu einer Sitzblockade an den Gleisen versammelt. In Dannenberg werden die Castor-Behälter nun auf Tieflader umgeladen, um ins 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben gebracht zu werden.

GAZA-STADT: Als erstes deutsches Regierungsmitglied seit 2006 hat Außenminister Westerwelle den palästinensischen Gazastreifen besucht. Er sah sich in einer Schule der Vereinten Nationen und in einer Kläranlage um, die mit deutscher Finanzhilfe gebaut wird. Am Sonntag hatte Westerwelle in Gesprächen mit israelischen Regierungsvertretern in Jerusalem dazu aufgerufen, die Blockade des Gazastreifens weiter zu lockern und die Ausfuhr von Wirtschaftsgütern zu erlauben. Israel hatte das Gebiet, das von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert wird, 2007 abgeriegelt.

BRÜSSEL: Nach vereitelten Anschlägen mit Paketbomben beraten die EU-Innenminister über schärfere Kontrollen für die Luftfracht. Der deutsche Ressortchef de Maizière will in Brüssel einen Fünf-Punkte-Plan vorlegen. Darin schlägt er vor, die Luftsicherheit auf europäischer Ebene in eine Hand zu legen und Fracht aus unsicheren Drittstaaten besser zu überwachen. Nationale Alleingänge würden nicht weiterhelfen, da Deutschland die europäische Drehscheibe für Luftfracht sei, betonte de Maizière. In Großbritannien und Dubai waren vor kurzem Paketbomben aus dem Jemen sichergestellt worden. In Griechenland und im Kanzleramt in Berlin wurden Briefbomben abgefangen.

BAGDAD: Bei einem Autobombenanschlag in der irakischen Stadt Kerbala sind sieben Menschen getötet worden. Alle waren schiitische Pilger aus dem Iran, wie ein Behördensprecher mitteilte. Der Attentäter habe seinen Sprengsatz neben einem Bus der Pilger gezündet. Rund 40 Menschen erlitten Verletzungen. - Für schiitische Muslime ist Kerbala eine heilige Stadt. Dort kam es bereits häufig zu Anschlägen. Dahinter werden sunnitische Extremisten wie etwa El-Kaida-Kämpfer vermutet, die ein Wiederaufflammen der Gewalt zwischen den Religionsgruppen provozieren wollen.

RANGUN: Am Tag nach den international kritisierten Parlamentswahlen in Birma ist es im Osten des Landes zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und Rebellen gekommen. Dabei wurden nach Regierungsangaben mindestens drei Zivilisten getötet. In Birma werden derzeit die Wahlstimmen ausgezählt. Bereits bekannt wurde, dass mehrere Vertraute von Militärjunta-Chef Than Shwe erwartungsgemäß Mandate für die Regierungspartei USDP errungen haben.

SYDNEY: Die australische Fluggesellschaft Qantas will ihre Maschinen vom Typ Airbus 380 noch mehrere Tage am Boden lassen. An Triebwerken von drei A-380-Flugzeugen seien Öllecks festgestellt worden, teilte Unternehmenschef Joyce mit. Die Großraum-Flieger werden erst seit 2007 hergestellt. Neue Triebwerke dürften nach solch kurzer Zeit noch keine derartigen Abnutzungserscheinungen aufweisen, so Joyce weiter. Am vergangenen Donnerstag hatte ein A 380 der Qantas nach einem Triebwerkschaden in Singapur notlanden müssen.

MADRID: Die diesjährigen Europe Music Awards des Senders MTV haben ganz im Zeichen der amerikanischen Pop-Queen Lady Gaga gestanden. Die 24-jährige räumte in Madrid gleich drei Preise ab: als beste Künstlerin des Jahres, als beste Pop-Musikerin und für "Bad Romance" als bester Song. Als bester männlicher Künstler wurde das Teenie-Idol Justin Bieber aus Kanada geehrt. "Entdeckung des Jahres" darf sich jetzt die US-Rapperin Kesha nennen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt oder trüb. Im Osten und Südosten Schauer, in den Bergen Schnee. Höchstwerte drei bis neun Grad.

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