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Nachrichten

Montag, 8. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Überlegungen Deutschlands zur Schaffung eines eigenständigen Europäischen Währungsfonds haben Unterstützung bei der Brüsseler EU-Kommission gefunden. Währungskommissar Olli Rehn sagte der "Financial Times Deutschland", die Kommission sei bereit, ein solches europäisches Instrument vorzuschlagen, dass die Unterstützung der Euro-Länder erhalte. Derzeit arbeite man in der Frage eng mit Deutschland, Frankreich und anderen EU-Staaten zusammen. Als Reaktion auf die schwere Finanzkrise in Griechenland hatte Bundesfinanzminister Schäuble eine europäische Institution nach dem Vorbild des Internationalen Währungsfonds angeregt, die auch über entsprechende Durchgriffsbefugnisse verfügt.

LOS ANGELES: Das Irak-Kriegsdrama "The Hurt Locker" ist der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung. Insgesamt sechs Mal wurde die kleine Independent-Produktion über amerikanische Bombenentschärfer ausgezeichnet, darunter als bester Film. Die Regisseurin Kathryn Bigelow wurde als erste Frau überhaupt mit einem Regie-Oscar geehrt. Als bester Hauptdarsteller erhielt Jeff Bridges einen Oscar für seine Darstellung eines heruntergekommenen Country-Sängers in "Crazy Heart". Die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin ging an Sandra Bullock in dem Film "The Blind Side", in dem sie eine Mutter spielt, die einen obdachlosen schwarzen Teenager in ihre Familie aufnimmt. Für seine Rolle als charmant-zynischer SS-Offizier in Quentin Tarantinos Nazi-Satire "Inglourious Basterds" gewann der österreichische Schauspieler Christoph Waltz den Oscar als "bester Nebendarsteller". In der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" ging die deutsch-österreichische Koproduktion "Das weiße Band" von Michael Haneke indes leer aus. Den Oscar erhielt der argentinische Film "El Secreto des Sus Ojos".

ANKARA: Bei einem schweren Erdbeben im Osten der Türkei sind nach neuesten Behördenangaben mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen und rund 100 verletzt worden. Der Erdstoß in den frühen Morgenstunden hatte eine Stärke von 6,0. Ihm folgten mehrere heftige Nachbeben. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Karakocan in der ost-anatolischen Provinz Elazig.

ISLAMABAD: Bei einem Bombenanschlag auf Terrorfahnder in der ostpakistanischen Metropole Lahore sind mindestens elf Menschen getötet und fast 70 verletzt worden. Nach Angben der Sicherheitskräfte hatten die Angreifer ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in den Eingangsbereich eines Gebäudes gefahren, in dem eine Sonderermittlungseinheit untergebracht war. Bei den Tätern handelt es sich vermutlich El-Kaida-Terroristen.

WASHINGTON/BAGDAD: US-Präsident Obama hat die Parlamentswahl im Irak als "Meilenstein" in der Geschichte des Landes bezeichnet. Bereits zuvor hatte er den Mut der irakischen Wähler gewürdigt. Trotz Gewaltanschlägen mit fast 40 Toten hätten sie sich nicht davon abbringen lassen, ihre Stimme abzugeben. Ungeachtet der Gewalt lag die Wahlbeteiligung nach ersten Schätzungen landesweit deutlich über 50 Prozent. Fast 20 Millionen Bürger des vor allem durch den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten immer noch gespaltenen Landes waren aufgerufen, 325 Abgeordnete für das Parlament in Bagdad zu wählen. -

RAMALLAH: Es gibt eine neue Hoffnung auf die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen im Nahen Osten. Mehr als 15 Monate nach Unterbrechung der Friedensverhandlungen hat die Palästinenserführung von Präsident Abbas grünes Licht für "indirekte Gespräche" mit Israel gegeben. Indirekt bedeutet, dass zunächst die Gespräche nur mit den USA und nicht mit Israel geführt werden sollen. Zudem sollen die Verhandlungen auf vier Monate begrenzt werden.

BERLIN: Bundesjustizministern Leutheusser-Schnarrenberger hat dem Vatikan Behinderung bei der Aufarbeitung der Skandale um sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen vorgeworfen. Es habe in vielen Schulen und Einrichtungen eine Art Schweigemauer gegeben, so dass Informationen nicht ausreichend an die Justiz gelangt seien, sagte die Ministerin im Deutschlandfunk. Es müsse aber nach Wegen gesucht werden, das Schweigen zu durchbrechen und bereits bei Anhaltspunkten auf Missbrauch möglichst frühzeitig Ermittlungen durch die Justiz zu ermöglichen, forderte die FDP-Politikerin. Eine Verlängerung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch lehnt Leutheusser-Schnarrenberger dagegen ab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte ein breiter Wolkenstreifen und örtlich Schnee. Sonst meist freundlich und sonnig. Minus vier bis maximal plus sechs Grad.

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