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Nachrichten

Montag, 8. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der Iran will innerhalb eines Jahres zehn neue Uran-Anreicherungsanlagen errichten. Das kündigte der Leiter der iranischen Atombehörde, Salehi, in Teheran an. Salehi will zudem an diesem Montag die Internationale Atombehörde in Wien (IAEA) über den Beginn der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent informieren. Die Anreicherung selbst solle am Dienstag in Natans in Anwesenheit von Inspektoren der IAEA beginnen, erklärte Salehi. Die Führung der Islamischen Republik will das leicht angereicherte Uran laut eigener Aussage für friedliche Zwecke nutzen. Präsident Ahmadinedschad hatte nach dem gescheiterten Vermittlungsversuch auf der Münchener Sicherheitskonferenz die Produktion im Iran angeordnet.

KIEW: Nach der Stichwahl für das Präsidentenamt in der Ukraine hat sich der pro-russische Oppositionsführer Janukowitsch zum Sieger erklärt. Die pro-westliche Ministerpräsidentin Timoschenko wollte jedoch noch nicht von einer Niederlage sprechen und warnte vor voreiligen Schlüssen. Nach der Auszählung fast aller Stimmen führt Janukowitsch mit knapp 49 Prozent vor Timoschenko, die nach Angaben der Wahlkommission rund 46 Prozent erreichte. Wahlbeobachter des Europarats und des EU-Parlaments erklärten, ihnen lägen keine Hinweise auf Manipulationen vor.

SAN JOSÉ: In Costa Rica sind der Präsident und die Abgeordneten des Parlaments neu bestimmt worden. Bei der Präsidentenwahl hat die frühere Vizepräsidentin Chinchilla von der regierenden Liberal-Sozialdemokratischen Partei nach Auszählung fast aller Stimmen mit 47 Prozent die Wahl gewonnen. Damit steht in Costa Rica zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Staates. Die 50-jährige Anwältin gilt als enge Vertraute von Präsident Arias, der laut Verfassung nicht wieder antreten durfte.

SEOUL: Deutschland und Südkorea streben "klare Haftungsregelungen" für die internationale Finanzwirtschaft an. Bundespräsident Köhler sagte nach einem Gespräch mit seinem südkoreanischen Kollegen Lee Myung Bak in Seoul, dieser sei mit seinen Überlegungen "völlig einverstanden" gewesen. Über eine engere Bindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft sei man sich in den Grundsätzen einig. Klar sei beiden Seiten auch, dass man die Fehler der Investmentbanker nicht dem Steuerzahler aufbürden dürfe.

BERLIN: Unionspolitiker aus Bund und Ländern haben sich auf eine Reform der Jobcenter geeinigt. Nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der unionsregierten Länder sagte Bundesarbeitsministerin von der Leyen in Berlin, die Koalition werde mit der SPD über eine Grundgesetzänderung verhandeln. Am Wochenende signalisierte die SPD die erforderliche Bereitschaft dazu. Das Bundesverfassungsgericht hatte eine Neuregelung bis Ende 2010 verlangt. Mehrere unionsregierte Länder hatten den Gesetzentwurf der Ministerin zur Aufspaltung der Jobcenter in zwei Behörden abgelehnt und stattdessen eine Grundgesetzänderung verlangt.

HANNOVER: Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst kommt es auch an diesem Montag zu Warnstreiks. Ein Schwerpunkt ist Niedersachsen. Bus- und U-Bahn-Fahrer in Hannover gehörten zu den ersten, die ihre Arbeit mit Beginn der Frühschicht niederlegten. Die Gewerkschaften wollen in acht Bundesländern mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

WASHINGTON: Der Space-Shuttle "Endeavour" ist vom Weltraumbahnhof Cape Caneveral mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Ein Startversuch am Sonntag war aufgrund der Wetterlage gescheitert. Die "Endeavour" bringt ein neues Modul zur ISS.

DUBAI: Das erst im Januar eröffnete höchste Gebäude der Welt in Dubai ist für Besucher bis auf Weiteres nicht mehr zugänglich. Lokale Zeitungen berichteten, die Betreiber hätten die Schließung der Besucheretage mit Reparaturarbeiten begründet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten bewölkt oder trübe. Sonst meist freundlich und trocken. Höchstwerte zwischen minus sechs Grad im Nordosten und plus drei Grad am Oberrhein.

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