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Nachrichten

Montag, 7. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Die Untersuchung der Internationalen Schutztruppe ISAF über den von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff in Afghanistan dauert an. Die Öffentlichkeit werde nach Abschluss der Untersuchungen über die Ergebnisse unterrichtet, sagte ein ISAF-Sprecher in Kabul. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor erklärt, die Bundesregierung werde dafür alle relevanten Informationen bereitstellen. Eine Kommission aus Vertretern der NATO-geführten ISAF und einer Delegation des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai untersucht den Angriff auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklastwagen vom vergangenen Freitag. Noch immer ist unklar, wie viele Tote es dabei gegeben hat und ob auch zivile Opfer zu beklagen sind. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, wies die Verurteilungen der Aktion durch einige europäische Außenminister zurück. Auch die Minister sollten die Egebnisse der Untersuchung abwarten, sagte Schmidt im deutschen Fernsehen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister Gordon Brown haben sich für eine Afghanistan-Konferenz noch in diesem Jahr ausgesprochen. Nach einem Treffen mit Brown in Berlin sagte Merkel, beide Politiker wollten gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine entsprechende Initiative starten. Bei der Konferenz solle geklärt werden, wie die afghanische Bevölkerung ihr Schicksal Schritt für Schritt selbst in die Hand nehmen könne und in welchen Zeiträumen welche Ziele erreicht werden könnten.

JERUSALEM: Ungeachtet internationaler Kritik hält Israel am Ausbau jüdischer Siedlungen in den Palästinensergebieten fest. Verteidigungsminister Ehud Barak genehmigte 366 neue Wohnungen für Israelis im Westjordanland, 84 weitere sollen in Kürze hinzukommen. Medienberichten zufolge steht Israel unmittelbar vor einer Einigung mit den USA über den umstrittenen Siedlungsbau. Die Zeitung "Haaretz" berichtet, ein entsprechendes Dokument solle bei einem Besuch des Nahost-Sondergesandten George Mitchell am Donnerstag unterzeichnet werden. In dem Papier ist den Angaben zufolge keine Rede mehr von einem Einfrieren des Siedlungsbaus oder einem Moratorium. Vielmehr werde lediglich ein "vermindertes Ausmaß der Bautätigkeiten" zugesagt. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte ursprünglich einen vollständigen Siedlungsstopp von Israel gefordert, zuletzt aber zunehmend Kompromissbereitschaft signalisiert.

WASHINGTON: Die USA haben ihren Spitzenplatz als weltweit größter Waffenhändler im vergangenen Jahr weiter ausbauen können. Das geht laut "New York Times" aus einer Studie des US-Kongresses hervor. Obwohl der globale Waffenhandel wegen der Finanzkrise zurückgegangen sei, hätten die USA 2008 Verträge im Gesamtwert von knapp 38 Milliarden Dollar unterschrieben. Das entspricht einer Steigerung um fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den zweiten Platz im weltweiten Waffengeschäft hatte der Untersuchung zufolge Italien inne, auf Platz drei folgt Russland.

BASEL: Die international führenden Zentralbanken haben strengere Regeln für die Bankenaufsicht vorgeschlagen. In Basel einigten sich Vertreter aus 27 Ländern unter anderem darauf, dass die Finanzinstitute künftig mehr Geld für Krisenzeiten zurücklegen müssen und sich nicht mehr so stark verschulden dürfen wie bisher. Der Vorsitzende des Ausschusses für Bankenaufsicht und Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, sagte, die Vereinbarungen setzten weltweit neue Standards. Bis Ende 2010 sollen die Vorschläge in den einzelnen Ländern umgesetzt werden.

BERLIN: Die Bundesregierung bewertet die soziale Entwicklung in Ruanda positiv. Deutschland habe deshalb seine Hilfszusagen für das ostafrikanische Land um fast 60 Prozent auf 39 Millionen Euro erhöht, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin nach Abschluss der deutsch-ruandischen Regierungsverhandlungen in Kigali mit. Laut Ministerium besuchten 2007 bereits 94 Prozent aller Kinder in Ruanda die Grundschule. Die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren sei im gleichen Zeitraum um 35 Prozent gesunken. Auch weiterhin werde sich die Zusammenarbeit auf die Schwerpunkte Gesundheit, gute Regierungsarbeit und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung konzentrieren. Unterstützung erhält Ruanda zum Beispiel bei der Reform des Gesundheitswesens, etwa durch die Einführung einer Krankenversicherung.

TEHERAN: Vor dem Hintergrund drohender Treibstoffsanktionen hat der Iran ein Benzin-Abkommen mit Venezuela abgeschlossen. Das südamerikanische Land sagte Teheran die Lieferung von 20.000 Barrel pro Tag ab Oktober zu. Venezuela soll im Gegenzug Geräte und Technologie aus dem Iran importieren. Das Abkommen wurde während eines Besuchs des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez im Iran geschlossen. Trotz seiner immensen Öl-Reserven ist der Iran auf den Import von Benzin angewiesen, weil dem Land die Kapazitäten zur Verarbeitung des Rohstoffs fehlen.

TOKIO: Die neue japanische Regierung will den CO2-Ausstoß des Landes drastisch senken. Der designierte Ministerpräsident Yukio Hatoyama erklärte bei einer Veranstaltung in Tokio, Ziel seiner Demokratischen Partei sei es, die Treibhausgase bis 2020 um ein Viertel gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Die bisherige Regierung unter Ministerpräsident Taro Aso hatte für denselben Zeitraum nur eine Senkung um acht Prozent angestrebt.

BERLIN: Die Städte und Gemeinden in Deutschland haben angesichts steigender Sozialausgaben eine stärkere Beteiligung des Bundes gefordert. Regelungsbedarf für die künftige Bundesregierung gebe es vor allem bei den Kosten für Hartz-IV-Bezieher, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem "Handelsblatt". Es sei untragbar, dass die Kommunen von zwei Seiten in die Zange genommen würden, von wegbrechenden Steuereinnahmen und explodierenden Sozialkosten. Nach Landsbergs Angaben drohen die kommunalen Sozialausgaben im kommenden Jahr erstmals auf über 40 Milliarden Euro zu steigen.

MANILA: Einen Tag nach dem Fährunglück auf den Philippinen sind die meisten Vermissten wohlauf gefunden worden. Mehr als 950 der knapp 1000 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten nach Angaben der Küstenwache gerettet werden. Neun Menschen sind bei dem Unglück ertrunken, zwei werden noch vermisst. Die Fähre hatte am Sonntag vor der Insel Mindanao im Süden der Philippinen plötzlich Schlagseite bekommen und war innerhalb weniger Stunden gesunken.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Mix von Sonne und Wolken und meist niederschlagsfrei, nur an den Küsten noch Schauer. Höchswerte zwischen 18 und 26 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 15°, stark bewölkt;
Berlin: 13°, wolkig;
Dresden: 12°, wolkig;
Köln/Bonn: 13°, wolkig;
Frankfurt am Main und München: 12°, leicht bewölkt.

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