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Nachrichten

Montag, 7. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat eine Begnadigung des ehemaligen RAF-Mitglieds Christian Klar abgelehnt. Das teilte ein Sprecher des Bundespräsidialamtes mit. Klar sitzt seit November 1982 im Gefängnis. Seine Mindesthaftzeit läuft Anfang 2009 aus. Er wurde unter anderem wegen Beteiligung an der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dem Bankier Jürgen Ponto zu fünf Mal Lebenslang verurteilt.

BERLIN: Deutsche Politiker haben dem neuen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zum Wahlsieg gratuliert. Bundespräsident Horst Köhler sagte, er wünsche sich, dass beide Länder ihre enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortsetzten. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Sarkozy sei ein Garant dafür, Frieden, Demokratie und Wohlstand in Europa dauerhaft zu sichern. Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble begrüßte die Wahl seines ehemaligen Amtskollegens zum Staatspräsidenten als gutes Ergebnis für Europa. - Sarkozy setzte sich gestern in der Stichwahl mit gut 53 Prozent gegen die Sozialistin Ségoléne Royal durch, die auf knapp 47 Prozent kam. Sarkozy übernimmt das höchste Staatsamt am 16. Mai von Jacques Chirac.

PARIS: In Frankreich ist es nach dem Wahlsieg von Nicolas Sarkozy vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen. Sicherheitskräfte gingen mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor, nachdem diese Polizisten mit Pflastersteinen und Feuerwerkskörpern angegriffen hatten. Außerdem steckten Randalierer insgesamt fast 370 Autos in Brand. 270 Menschen wurden festgenommen, etwa die Hälfte davon im Großraum Paris.

BRÜSSEL: Die Wirtschaft in der Europäischen Union und besonders die in Deutschland wird nach Einschätzung der EU-Kommission in diesem Jahr stärker wachsen als erwartet. In ihrer Frühjahrsprognose geht die Behörde in Brüssel jetzt davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller Waren und Dienstleistungen, in der EU um 2,9 Prozent zulegen wird. Im kommenden Jahr soll es sich leicht auf 2,7 Prozent abschwächen. Für Deutschland rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr mit einem Wachstum von 2,5 Prozent. Zugleich werde die Arbeitslosigkeit deutlich zurückgehen, heißt es in Brüssel weiter. EU-Währungskommissar Joaquin Almunia rief die EU-Staaten dazu auf, den Aufschwung zur weiteren Sanierung der Staatsfinanzen zu nutzen.

BONN: Begleitet von Warnstreiks hat die Urabstimmung über einen Arbeitskampf bei der Deutschen Telekom begonnen. Rund 13.000 Beschäftigte in ganz Deutschland legten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die Arbeit nieder. Schwerpunkte waren Bayern und Nordrhein-Westfalen. Mit den Warnstreiks protestieren die Beschäftigten gegen die umstrittenen Ausgliederungspläne der Telekom, wonach rund 50.000 Mitarbeiter der Netzwerksparte T-Com länger arbeiten und weniger verdienen sollen. - Am Freitag hatte ver.di beschlossen, die betroffenen Mitarbeiter in einer Urabstimmung über einen Streik entscheiden zu lassen. Das Ergebnis soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Bis dahin sollen nach Gewerkschaftsangaben täglich etwa 12.000 Beschäftigte befristet die Arbeit niederlegen.

BONN: Regierungsmitarbeiter aus mehr als 100 Ländern beraten heute über Schritte im Kampf gegen den Klimawandel. Während der zweiwöchigen UN-Arbeitskonferenz in Bonn geht es vor allem um die Ausweitung des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung der Treibhausgase. Ziel ist es, weitere Staaten wie die USA, China und Indien einzubeziehen. Zudem wollen die rund 2.000 Regierungsvertreter die jährliche Klimakonferenz der Umweltminister im Dezember in Indonesien vorbereiten.

JERUSALEM: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat mit seiner israelischen Kollegin Tzipi Livni den Nahost-Friedensprozess erörtert. Der SPD-Minister bekräftigte dabei in Jerusalem wie zuvor in seinen Gesprächen mit palästinensischen Regierungsvertretern das weitere Engagement Deutschlands. Ein anderes Thema war die Regierungskrise in Israel. Um die innenpolitische Lage ging es auch bei einem Treffen Steinmeiers mit Ministerpräsident Ehud Olmert. Dieser steht wegen des jüngsten Untersuchungsberichts zum Libanon-Krieg schwer in der Kritik. In dem Bericht wird Olmert gravierendes Fehlverhalten vorgeworfen. Im Tagesverlauf wird der deutsche Minister in seiner Funktion als EU-Ratspräsident in der saudischen Hauptstadt Riad erwartet, wo er an einem Außenministertreffen der EU mit den Golfstaaten teilnimmt.

YAOUNDE: Zwei Tage nach dem Absturz eines kenianischen Passagierflugzeugs in Kamerun gibt es keine Hinweise auf Überlebende. Bergungsmannschaften gelang es bisher nicht, zu der Absturzstelle vorzudringen. Nach mühsamer Suche war das Wrack der Boeing 737 am Sonntag in einem Sumpfgebiet südöstlich der Stadt Douala entdeckt worden. An Bord der Maschine befanden sich 114 Menschen, unter ihnen auch einige Europäer. Das Flugzeug der Gesellschaft Kenya Airways war erst sechs Monate alt und gehörte zur jüngsten Generation der 737-Serie.

RAMADI: Bei zwei Selbstmordanschlägen in der Nähe der westirakischen Stadt Ramadi sind nach Polizeiangaben 20 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Eine Autobombe detonierte vor einem belebten Markt. Kurz darauf brachte ein weiterer Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug an einem Kontrollpunkt der Sicherheitskräfte zur Explosion. - Erst am Sonntag waren bei einem Anschlag auf einem belebten Markt in Bagdad mindestens 35 Menschen getötet worden.

ANKARA: In der Türkei hat Außenminister Abdullah Gül seine umstrittene Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen. Zuvor war im Parlament auch der zweite Versuch der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP gescheitert, Gül zum Nachfolger von Präsident Ahmet Necdet Sezer wählen zu lassen. Zur Abstimmung waren weniger als zwei Drittel der Abgeordneten erschienen. Damit war das Plenum nicht beschlussfähig. Die Opposition hatte den Wahlgang wie angekündigt boykottiert. Sie will verhindern, dass die AKP neben dem Regierungschef auch den Staatspräsidenten stellt.

WIESBADEN: In Deutschland gibt es immer mehr Menschen mit einem Hochschul-Abschluss. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, absolvierten im Jahr 2005 fast 208.000 Frauen und Männer erfolgreich ein Erst-Studium. Das seien acht Prozent mehr gewesen als 2004. Vor allem die wachsende Zahl von Frauen, die an die Universitäten gingen, habe diese Entwicklung unterstützt.

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