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Nachrichten

Montag, 7. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel berät mit ihrem Kabinett weiter über das geplante Milliarden-Sparpaket. Zu den Details und zum Umfang der erwarteten Kürzungen im Haushalt wurden noch keine Angaben gemacht. Die Kanzlerin hatte aber von deutlichen Reduzierungen gesprochen. Nach Medienberichten soll der Bundesetat bis 2016 um etwa 51 Milliarden Euro entlastet werden. Einschnitte sind demnach im Sozialbereich und bei der Familienförderung geplant. Steuervergünstigungen und andere Subventionen sollen abgebaut, etliche Stellen bei Bundesbehörden gestrichen werden. Zusätzliche Einnahmen sollen möglicherweise eine Bankenabgabe und eine Brennelemente-Steuer für Kernkraftwerke bringen. Die Opposition und der Deutsche Gewerkschaftsbund kündigten Widerstand gegen zusätzliche Belastungen an.

TEL AVIV: Die israelische Marine hat in den Gewässern vor dem Gazastreifen vier Palästinenser getötet. Die Männer hätten in Taucherausrüstung in einem Boot gesessen, um einen Terroranschlag zu verüben, so ein Armeesprecher zur Begründung. Unterdessen kündigte die iranische Sektion der Hilfsorganisation Roter Halbmond an, zwei Schiffe mit Helfern, Medikamenten und Nahrungsmitteln zum Gazastreifen zu schicken. Die Schiffe würden Ende der Woche aufbrechen. Erst am Samstag war ein irischer Frachter mit Hilfsgütern für das Palästinensergebiet von der israelischen Armee gestoppt und umgelenkt worden.

ESSEN: Der Gläubigerausschuss des insolventen Warenhauskonzerns Karstadt will heute über die Zukunft des Traditionsunternehmens und seiner 25.000 Mitarbeiter entscheiden. An einer Übernahme interessiert sind vier Kaufinteressenten. Chancen wurden dem Berliner Investor Berggruen und dem Immobilenkonsortium Highstreet eingeräumt. Auch ein Scheitern des Verkaufsprozesses und damit eine Zerschlagung des Konzerns gelten als möglich. In diesem Fall wäre der Handelskonzern Metro bereit, einen großen Teil der Karstadt-Filialen zu übernehmen.

FRANKFURT AM MAIN: Der Euro steht weiter unter Druck. Am Montagmorgen sank die europäische Gemeinschaftswährung erstmals seit März 2006 unter die Marke von 1,19 Dollar. Der Euro fiel bis auf 1,18-78 Dollar. Erst am Freitag war der Euro unter die Marke von 1,20 Dollar gesunken. Händler begründeten die neuerlichen Kursverluste unter anderem mit der anhaltenden Unsicherheit wegen der europäischen Schuldenkrise. Zuletzt waren Zweifel an der Bonität Ungarns aufgekommen. Ungarn ist Mitglied der Europäischen Union, gehört aber nicht zur Eurozone. Die EU beteiligt sich aber an einem Hilfspaket von 20 Milliarden Euro.

LONDON: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den USA vorgeworfen, im Kampf gegen das Terrornetzwerk El Kaida im Jemen Streubomben eingesetzt zu haben. Bei einem Angriff mit Streumunition auf ein mutmaßliches El-Kaida-Lager im Südjemen seien Mitte Dezember 55 Menschen getötet worden, erklärte der Amnesty-Rüstungsexperte Lewis. Die meisten Opfer seien Zivilisten gewesen. Amnesty lägen Fotos vor, auf denen Reste eines explodierten "Tomahawk"-Marschflugkörpers aus US-Produktion zu sehen seien. Wie es weiter heißt, kann jeder Marschflugkörper dieses Typs mit 166 Streubomben bestückt werden.

WASHINGTON: Die Ölpest im Golf von Mexiko bedroht nun auch die Küste des US-Staates Texas. Erstmals seit dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April wurden auch vor Texas ölverschmierte Vögel gefunden. Bisher sind von der Katastrophe schon Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida betroffen. Die Ölpest wird nach offizieller Einschätzung der USA noch monatelang andauern.

JOHANNESBURG: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in ihrem Weltmeisterschafts-Quartier in der Nähe von Pretoria eingetroffen. Bundestrainer Löw sprach von einem "großartigen Empfang" durch die Hotel-Angestellten. Der insgesamt 60-köpfige Tross des Deutschen Fußball-Bundes war mit dem ersten Lufthansa-Großraumflugzeug vom Typ Airbus 380 nach Johannesburg gereist. Das erste Vorrundenspiel bestreitet die deutsche Mannschaft am 13. Juni in Durban gegen Australien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viel Regen, im Süden Schauer und Gewitter. Sonst ist es teils bewölkt, teils heiter und weitgehend trocken. Höchsttemperaturen zwischen 16 und 26 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 15 Grad, bedeckt; Berlin und Dresden: 18 Grad, bedeckt; Köln/Bonn: 15 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 17 Grad, sonnig und München: 18 Grad, wolkig.

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