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Nachrichten

Montag, 7. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KOPENHAGEN: Nach zweijährigen Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen sind in der dänischen Hauptstadt die Abschlussberatungen eröffnet worden. An der Weltklimakonferenz in Kopenhagen nehmen rund 15.000 Teilnehmer aus 192 Staaten teil. Ziel ist, bis zum 18. Dezember ein neues internationales Klimaabkommen auszuhandeln, das das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ersetzen soll. Zur entscheidenden Schlussphase der Konferenz wollen zahlreiche Staats- und Regierungschefs nach Kopenhagen reisen, so US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, hatte Industriestaaten und Schwellenländer nochmals aufgefordert, weiterreichende Verpflichtungen einzugehen, um die globale Erwärmung zu bremsen.

LA PAZ: Boliviens Präsident Evo Morales ist nach Berechnungen mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt worden. Der Sozialist und erste indigene Staatschef Südamerikas erreichte bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nach Umfrageergebnissen etwa 62 Prozent der Stimmen. Sein stärkster Kontrahent, der rechtsgerichtete Manfred Reyes Villa, kam danach auf bis zu 25 Prozent. Morales, dessen Bewegung zum Sozialismus (MAS) künftig auch mit der Mehrheit im Senat rechnen kann, erklärte sich zum Sieger. Das Ergebnis verpflichte ihn dazu, die Umwandlung im Land voranzutreiben.

BUKAREST: Die Stichwahl um die Präsidentschaft in Rumänien hat Amtsinhaber Traian Basescu nach offiziellen Angaben mit äußerst knapper Mehrheit gewonnen. Die Wahlkommission teilte mit, nach Auszählung fast aller Stimmen habe Basescu 50,4 Prozent der Stimmen erhalten, sein sozialdemokratischer Herausforderer Mircea Geoana 49,6 Prozent. Bis zuletzt hatten die meisten Prognosen ein umgekehrtes Ergebnis erwarten lassen. Basescu war es bisher nicht gelungen, die seit fast zwei Wochen andauernde rumänische Regierungskrise zu beenden.

TEHERAN: In der iranischen Hauptstadt ist die Polizei nach Agenturberichten gegen Unterstützer der Opposition vorgegangen. Nach Angaben von Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Tränengas gegen Demonstranten ein. Auch über einzelne Festnahmen wurde berichtet. Zuvor hatten Hunderte Polizisten die Universität umstellt, um Proteste der Opposition zu verhindern. An der Hochschule war eine offizielle Gedenk-Demonstration für drei Studenten angekündigt, die im Jahr 1953 unter dem damaligen Schah getötet worden waren. Die iranische Regierung hatte ausländischen Journalisten im Iran verboten, über die Demonstrationen an diesem Montag zu berichten. Sie befürchtet, dass die Opposition Veranstaltungen an dem Jahrestag dafür nutzt, ihre Proteste gegen die Präsidentenwahl im Juni fortzusetzen.

SAARBRÜCKEN: Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat von der Bundesregierung eine Klärung der rechtlichen Grundlage des Einsatzes in Afghanistan bis zum Jahresende gefordert. Die Unsicherheit sei den deutschen Soldaten am Hindukusch nicht länger zuzumuten, sagte Kirsch der "Saarbrücker Zeitung". Das gelte erst recht, wenn der Einsatz im kommenden Jahr noch ausgeweitet werden solle. Dabei gehe es vornehmlich um die Frage, ob es sich um einen Polizeieinsatz handele, bei dem die normalen Strafgesetze gelten, oder um einen "nicht internationalen bewaffneten Konflikt", bei dem das Kriegsvölkerrecht anzuwenden sei, sagte Kirsch mit Blick um die Diskussion über den verheerenden Luftangriff von Kundus mit mehr als 140 Toten.

PEKING: Deutschland und China wollen in der Wirtschaft und im Klimaschutz enger zusammenarbeiten. Er habe mit seinem chinesischen Kollegen Chen Deming eine Art persönlicher Hotline vereinbart, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in Peking. Beide Seiten seien sich zudem in der Ablehnung des zunehmenden Protektionismus einig gewesen. Dies gelte auch für europäische Regelungen, sagte der FDP-Politiker. Brüderle begrüßte zudem die Ankündigung stärkerer chinesischer Investitionen in Deutschland. Die von vielen Industriestaaten geforderte Aufwertung des chinesischen Yuan wird seiner Einschätzung nach noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit halte er China für objektiv nicht in der Lage, freie Wechselkurse einzuführen.

ESSEN: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor krebserregenden Mitteln in Kinderspielzeug. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, zitieren die Zeitungen der WAZ-Gruppe aus einem aktuellen Bericht des Instituts für die Bundesregierung. Danach übersteigen die in Spielzeugen gemessenen gefährlichen Substanzen den Wert, der noch als unbedenklich gilt, zum Teil um das Hundertfache. Das Bundesinstitut verweist in diesem Zusammenhang auf eine steigende Zahl von Krebserkrankungen bei Kindern. Die gültige EU-Richtlinie sei völlig unzureichend.

BRÜSSEL: In der Europäischen Union sind immer mehr gefälschte Arzneimittel im Umlauf. Die EU habe bei Zollkontrollen innerhalb von nur zwei Monaten 34 Millionen gefälschte Tabletten sichergestellt, sagte Industriekommissar Günter Verheugen der Zeitung "Die Welt". Dabei handele es sich vor allem um Antibiotika, Krebs-, Cholesterin- und Schmerzmittel sowie um Viagra. Das Fälschen von Medikamenten sei aber ein Kapitalverbrechen, das mit aller Härte bestraft werden müsse, so Verheugen weiter. - Er kündigte zugleich die Schaffung eines Sicherheitszeichens auf den Medikamentenpackungen an, um den Weg einer Arznei von der Herstellung bis zum Verkauf zurückverfolgen zu können.

MOSKAU: Mit einem nationalen Trauertag gedenken die Menschen in Russland der Opfer der jüngsten Brandkatastrophe in der Millionenstadt Perm. An allen öffentlichen Gebäuden wurden die Fahnen auf Halbmast gesenkt. Vielerorts wurden Veranstaltungen und Feiern abgesagt. - Bei dem Brand in einem Nachtclub von Perm waren zum Beginn des Wochenendes 112 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren dort die Brandschutzvorrichtungen nicht ausreichend. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Tötung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Mittelgebirge wolkig und später zwischen Mosel und Hochrhein etwas Regen. Sonst unterschiedlich bewölkt, aber trocken. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 5°, leicht bewölkt
Berlin: 5°, Bodennebel
Dresden: 7°, leicht bewölkt
Köln/ Bonn: 5°, wolkig
Frankfurt am Main: 4°, Nebel
München: 8°, bedeckt

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