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Nachrichten

Montag, 7. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BEIRUT: Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Ziele im Libanon fortgesetzt. Kampfflugzeuge bombardierten am frühen Montag morgen wieder die südlichen Vororte von Beirut und das Bekaa-Tal im Grenzgebiet zu Syrien. Beide Regionen gelten als Hochburgen der schiitischen Hisbollah. Auch das Gebiet um die Hafenstadt Tyrus war wieder Ziel israelischer Luftangriffe. Dort seien Raketenstellungen der Hisbollah zerstört worden, berichteten israelische Medien. Nach libanesischen Angaben wurden durch die Luftangriffe mindestens 13 Zivilisten getötet. - Gleichzeitig gingen im Südlibanon die Bodenkämpfe zwischen israelischen Soldaten und Hisbollah-Milizionären weiter. - Am Sonntag waren im Norden Israels 15 Menschen durch Raketen der Hisbollah getötet worden.

NEW YORK: Die Beratungen im UN-Sicherheitsrat über eine Resolution zum Libanon-Konflikt sind ins Stocken geraten. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin sagte in New York, man sei von einer Einigung noch weit entfernt. Deshalb gebe es auch noch keinen Termin für eine Abstimmung. Die libanesische Regierung kritisiert, dass in dem amerikanisch-französischen Resolutionsentwurf weder ein sofortiger Waffenstillstand noch ein Rückzug der israelischen Armee gefordert werde. Die USA und Frankreich werden ihr Papier nach Berichten aus New York möglicherweise noch einmal überarbeiten.

STOCKHOLM: Schweden hat angeboten, eine Geberkonferenz zum Wiederaufbau des Libanon zu organisieren. Sein Land sei bereit, bei den internationalen Wiederaufbau-Bemühungen eine Führungsrolle zu übernehmen, erklärte Ministerpräsident Göran Persson. Sollte die internationale Gemeinschaft zustimmen, könnte eine solche Konferenz bereits in den kommenden Wochen stattfinden. Nach Angaben Perssons reagierte UN-Generalsekretär Kofi Annan positiv auf die schwedische Initiative.

RAMALLAH: Israelische Soldaten haben einen weiteren Abgeordneten der radikalislamischen Palästinenser-Bewegung Hamas gefangengenommen. Nach palästinensischen Angaben drangen die Soldaten mit etwa 20 Militärfahrzeugen in die Gegend um Ramallah im Westjordanland ein und nahmen den Politiker Fadel Hamdan fest. - Am Sonntag hatten israelische Einheiten in Ramallah den Präsidenten des Palästinener-Parlaments, Ais Duweik, gefangengenommen, der ebenfalls zur Hamas gehört. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, der 58-jährige sei ein führendes Mitglied einer Terrororganisation.

BAGDAD: Im Schiiten-Viertel Sadr-City der irakischen Hauptstadt ist es nach einer Razzia der US-Armee zu heftigen Kämpfen gekommen. Mindestens zwei Mitglieder der Miliz des radikalen Schiiten-Predigers Muktada el Sadr seien getötet worden, teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. - Im Südwesten der Region Bagdad wurden drei US-Soldaten durch eine Bombenexplosion getötet. - Nördlich der Hauptstadt griffen Aufständische eine Polizeiwache an. Sechs irakische Soldaten und ein Angreifer kamen ums Leben.

MEXIKO-STADT: Die Anhänger des nach offiziellen Angaben bei der Präsidentschaftswahl unterlegenen mexikanischen Linkspolitikers Andres Manuel Lopez Obrador haben ihre Proteste verstärkt. Im Zentrum von Mexiko-Stadt bildeten zehntausende Demonstranten eine Menschenkette entlang der Hauptstraßen. - Lopez Obrador beharrt auf der Forderung nach Neuauszählung aller Stimmen der Präsidentschaftswahl vom 2. Juli. Das mexikanische Wahlgericht hatte am Samstag entschieden, dass nur die Stimmen aus knapp 12.000 Wahllokalen neu ausgezählt werden müssten. - Nach amtlichen Angaben hat der konservative Kandidat Felipe Calderon die Wahl knapp gewonnen.

BERLIN: Um überraschende Beitragssteigerungen in den nächsten Monaten auszuschließen, will die große Koalition die gesetzlichen Krankenkassen zur Offenlegung ihrer Finanzlage zwingen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Wolfgang Zöller, sagte, die Kassen sollten binnen 14 Tagen mitteilen, wie viele Schulden sie hätten. Die Regierung wolle kein zweites Mal erleben, dass sie mit einer Gesundheitsreform Beitragssenkungen ermögliche und die Kassen dann erst ihre hohen Schulden abbauen müssten. Die Schulden der Kassen müssten noch vor dem Start des geplanten Gesundheitsfonds im Sommer 2008 abgebaut sein.

BERLIN: Die Ärztestreiks an Kreiskrankenhäusern und städtischen Kliniken gehen an diesem Montag in die siebte Woche. In Bayern will die Medizinergewerkschaft Marburger Bund die Streiks ausdehnen. Für Mittwoch ist eine zentrale Protestkundgebung in München geplant. Der Marburger Bund fordert für die 70.000 Ärzte an kommunalen Kliniken einen eigenen Ärztetarifvertrag, ein höheres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Den Tarifabschluss der Gewerkschaft Verdi für alle Klinikbeschäftigten lehnt er ab.

BIELEFELD: Mit einer bundesweiten Großrazzia in mehr als 100 Eiscafés ist der Polizei und dem Zoll ein Schlag gegen die Schwarzarbeit gelungen. Dabei wurden zwei Italiener und zwei Rumänen verhaftet, wie die Staatsanwaltschaft in Bielefeld mitteilte. Ihnen werde vorgeworfen, als Organisatoren eines Netzwerkes mehrere tausend Menschen aus Osteuropa und anderen Nicht-EU-Staaten nach Deutschland eingeschleust und als Schwarzarbeiter zu Billigstlöhnen eingesetzt zu haben.

MANILA: Die Behörden auf den Philippinen haben rund 20.000 Menschen aufgefordert, sich wegen eines drohenden Ausbruchs des Vulkans Mount Mayon in Sicherheit zu bringen. Nach einer Reihe von Eruptionen im Krater des Vulkans wurde die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. - Der rund 330 Kilometer südöstlich von Manila liegende Mount Mayon war zuletzt vor fünf Jahren ausgebrochen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Südbayern und Sachsen Regen, sonst bei einem Mix aus Sonne und Wolken nur vereinzelt Schauer. Höchstwerte zwischen 21 und 28 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 07.08.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8ubs
  • Datum 07.08.2006
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