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Nachrichten

Montag, 6. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GENF: Nach rund einjähriger Pause haben in der Schweiz neue offizielle Gespräche über das iranische Atomprogramm begonnen. Für den Iran ist Chefunterhändler Dschalili angereist, der in Genf mit der EU-Außenbeauftragten Ashton verhandelt. Sie vertritt die fünf UN-Vetomächte und Deutschland. Diplomaten erwarteten keinen Durchbruch.

BRÜSSEL: Im Kampf gegen die Schuldenkrise finden der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Euro-Länder bisher keine gemeinsame Linie. Der IWF setzt sich für einen größeren Rettungsschirm für hochverschuldete Staaten der Euro-Zone ein. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert aus einem entsprechenden Bericht, den IWF-Chef Strauss-Kahn an diesem Montag in Brüssel bei einem Treffen mit den Finanzministerien der Euro-Länder und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Trichet, vorlegen will. Darin spricht sich der IWF außerdem dafür aus, dass die EZB noch mehr Staatsanleihen als bisher kauft.

JERUSALEM: Die verheerenden Waldbrände im Norden Israels sind nach Angaben der Feuerwehr gelöscht. Der am Sonntag einsetzende Regen habe die Arbeiten der Löschtrupps unterstützt, teilte ein Sprecher mit. An der Brandbekämpfung im Karmel-Gebirge nahe der Hafenstadt Haifa waren mehr als 30 ausländische Löschflugzeuge beteiligt. Die Militärmacht Israel verfügt über kein einziges entsprechendes Flugzeug. Mindestens 41 Menschen waren seit Donnerstag in den Flammen ums Leben gekommen. Fast die Hälfte aller Bäume im Karmel-Gebirge wurde vernichtet.

ABIDJAN: Wegen des Machtkampfs in der Elfenbeinküste hat die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas für Dienstag einen Krisengipfel einberufen. Der Präsident von Burkina Faso, Compoare, soll sich im Auftrag des Staatenbundes um eine Lösung zwischen den verfeindeten Parteien bemühen. Ein erster Vermittlungsversuch des früheren südafrikanischen Präsidenten Mbeki war am Sonntag gescheitert. Der von der Wahlkommission zum Sieger der Präsidentschaftswahl ausgerufene Oppositionskandidat Ouattara bekräftigte nach einem Treffen mit Mbeki den Anspruch auf die Führung des westafrikanischen Landes und bildete eine Gegenregierung.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt haben deutsch-polnische Regierungskonsultationen begonnen. Bundeskanzlerin Merkel empfing dazu den polnischen Ministerpräsidenten Tusk mit militärischen Ehren. Schwerpunkt der Gespräche ist die Bekämpfung der Schuldenkrise in den Euroländern. -- An den Regierungsgesprächen in Berlin nehmen zahlreiche Minister beider Länder teil. Es sind die inzwischen zehnten Regierungskonsultationen zwischen Berlin und Warschau.

ESSEN: Im Abwehrkampf gegen den spanischen Angreifer ACS präsentiert der deutsche Baukonzern Hochtief einen neuen Großaktionär. Der Essener Konzern erklärte, er habe das Emirat Katar als Anteilseigner gewonnen. Das Investmentunternehmen des Emirats werde nach einer Aufstockung des Grundkapitals bei Hochtief künftig 9,1 Prozent der Firmenanteile halten. Ende November hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin grünes Licht für ein Übernahmeangebot des spanischen Baukonzerns ACS für Hochtief genehmigt. Hochtief lehnt die als feindlich eingestufte Übernahme durch den unter Milliarden-Schulden leidenden ACE-Konzern aber ab und hat nun mit Katar einen Helfer gefunden.

KÖLN: Bundesumweltminister Röttgen erwartet beim Weltklimagipfel im mexikanischen Cancun noch keinen Durcbruch. Man müsse versuchen, die unverbindlichen Vereinbarungen von Kopenhagen in kleinen Schritten umzusetzen. Ganz vorne stehe das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken, sagte Röttgen dem Deutschlandfunk. Wichtig sei es dabei, den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu verringern. Deutschland gehe hier mit gutem Beispiel voran, sagte Röttgen, der an diesem Montag nach Mexiko reist. Dort beraten noch bis Freitag Vertreter aus 190 Ländern über Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach stark bewölkt und in der Südhälfte teils kräftiger Regen oder Schneeregen. Nur im Nordwesten auch Auflockerungen. Höchstwerte um minus zwei Grad in Thüringen und bis plus sechs Grad im Alpenvorraum.

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