1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 6. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Bei dem schweren Erdbeben in Mittelitalien sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Bewohner der Abruzzen-Region werden noch vermisst. Am schwersten betroffen ist die Stadt L'Aquila, wo allein vier Kinder starben. Dort müssen viele Verletzte unter freiem Himmel behandelt werden, weil die Universitätsklinik der Stadt wegen Einsturzgefahr gesperrt ist und in einem zweiten Krankenhaus nur ein Operationssaal genutzt werden kann. Nach ersten Schätzungen wurden durch die Erdstöße in den Abruzzen tausende Menschen obdachlos, mehr als 10.000 Gebäude sind beschädigt oder ganz eingestürzt. Das Beben mit einer Stärke von mindestens 5,8 hatte die Menschen im Schlaf überrascht. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi rief den Notstand für die betroffenen Gebiete aus.

KABUL: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem überraschenden Besuch der deutschen Soldaten nach Afghanistan gereist. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung besuchte sie das Feldlager der Bundeswehr in Kundus im Norden des Landes. Anschließend äußerte sich Merkel zwar optimistisch über die weitere Entwicklung Afghanistans, die Sicherheitslage müsse aber verbessert werden. Dafür sei der Aufbau der einheimischen Sicherheitskräfte von zentraler Bedeutung, so Merkel. In Kundus sind 700 Bundeswehrsoldaten stationiert. Es ist der zweite Besuch der Kanzlerin in dem Land nach 2007.

BAGDAD: Bei einer Serie von Bombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt sind 20 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Die Sprengkörper detonierten in verschiedenen Vierteln Bagdads und waren in Autos versteckt. Beim schwersten der insgesamt vier Attentate starben allein zehn Menschen. Hier war ein Wagen auf einem belebten Marktplatz im Schiiten-Viertel Sadr-City explodiert.

ANKARA: Mit einer Kranzniederlegung am Grab des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk hat US-Präsident Barack Obama seinen Besuch in der Türkei begonnen. Von seinen Gesprächen mit der Regierung und einer Rede vor dem Parlament in Ankara werden Impulse für eine verstärkte Zusammenarbeit mit gemäßigten Kräften in der islamischen Welt erwartet. Beim EU-USA-Gipfel am Vortag in Prag hatte Obama die langjährige amerikanische Forderung bekräftigt, die Türkei in die Europäische Union aufzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte zurückhaltend auf den öffentlichen Appell des neuen US-Präsidenten. Es gebe unterschiedliche Auffassungen, ob es eine privilegierte Partnerschaft oder einen Beitritt der Türkei zur EU geben solle, sagte Merkel. Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy bekräftigte seine Ablehnung einer türkischen EU-Mitgliedschaft.

NEW YORK: Nach dem Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete gibt es Streit im Weltsicherheitsrat über eine gemeinsame Reaktion. Die USA, Großbritannien, Frankreich und Japan streben eine Resolution an, die eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea vorsieht. Die Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates hatte Japan noch am selben Tag des Raketenstarts beantragt. Der japanische Außenminister Hirofumi Nakasone sagte, verschiedene Länder teilten die Sorge, dass der Raketenstart eine Bedrohung für die Region sei. Japan, Südkorea und die USA vermuten, dass Nordkorea unter dem Vorwand, einen Satelliten ins All befördern zu wollen, eine militärische Langstreckenrakete getestet hat.

SKOPJE: Aus der Stichwahl um die Präsidentschaft in Mazedonien ist der konservative Regierungskandidat Djordje Ivanov erwartungsgemäß als Sieger hervorgegangen. Nach Auszählung fast aller Stimmen ergab sich ein klarer Vorsprung für ihn. Sein Mitbewerber, der frühere Außenminister Ljubomir Frckoski, räumte seine Niederlage ein. Die Wahlbeteiligung fiel mit knapp über 40 Prozent gering aus. - Die beiden Kandidaten vertreten politisch ähnliche Standpunkte. Für beide ist eine Lösung des jahrelangen Streits mit dem Nachbarn Griechenland um den Staatsnamen Mazedonien der wichtigste Punkt ihres Programms.

BERLIN: Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat hohe Bonus-Zahlungen an Bank-Manager kritisiert und einen Verzicht gefordert. Für viele Menschen sei manches, was derzeit geschehe, nicht nachvollziehbar, sagte Ackermann der "Bild"-Zeitung. Fehlleistung dürfe nicht belohnt werden - "schon gar nicht mit Steuergeldern", fügte er hinzu. Zudem warnte Ackermann vor sozialen Spannungen infolge der Wirtschaftskrise. Daher sei es wichtig, gemeinsam Wege aus der Krise zu finden.

NAIROBI/BERLIN: Piraten aus Somalia haben im Indischen Ozean einen deutschen Frachter in ihre Gewalt gebracht. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, gehören zur Besatzung des Schiffes offenbar auch deutsche Staatsbürger. Die Bundesregierung habe einen Krisenstab eingerichtet. Nach Angaben aus Kenia befand sich der Frachter rund 400 Kilometer vor der Küste Somalias, als er gekapert wurde. - In dem Meeresgebiet ist eine internationale Flotte von Kriegsschiffen zur Bekämpfung der Piraten im Einsatz. Seit Jahresanfang hat die Zahl der Überfälle auf Schiffe stark abgenommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau und im Nordosten überwiegend sonnig und trocken. Sonst wolkig mit Aufheiterungen. Im Tagesverlauf örtlich Schauer möglich. Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema