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Nachrichten

Montag, 5. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WARSCHAU: Bronislaw Komorowski wird neuer polnischer Präsident. Nach Auszählung fast aller Stimmen führt der pro-europäische Parlamentschef bei der Stichwahl. Er erreichte demnach 52,6 Prozent der Stimmen, sein national-konservativer Herausforderer Jaroslaw Kaczynski kam auf 47,4 Prozent. Der Zwillingsbruder des bei einem Flugzeugabsturz im April ums Leben gekommenen Präsidenten Lech Kaczynski räumte seine Niederlage ein und gratulierte seinem Gegner. Die Bundesregierung in Berlin begrüßte die Wahl des bisherigen polnischen Interimspräsidenten zum neuen Staatsoberhaupt. Dies sei ein starkes pro-europäisches Signal, erklärte Bundesaußenminister Westerwelle.

BERLIN: Der milliardenschwere Rettungsfonds der Europäischen Union, der sogenannte Euro-Rettungsschirm, verstößt nach einer Studie gegen deutsches und europäisches Recht. Der Zeitung "Die Welt" liegt ein Gutachten des Centrums für Europäische Politik (CEP) vor, nach dem das Europäische Parlament über die Regelungen hätte abstimmen müssen. Da dies nicht geschehen sei, sei der Beschluss formell rechtswidrig. Die EU-Kommission wurde Mitte Mai mit der Verordnung ermächtigt, Schulden zu machen und Kredite an notleidende Euro-Staaten zu vergeben. Der Autor der Studie rügt zudem, Bundestag und Bundesrat hätten über den gesamten Rettungsschirm abstimmen müssen. Parlament und Länderkammer hatten nur den deutschen Anteil abgesegnet, dies verstoße aber gegen das Grundgesetz.

BERLIN: Die Bundesregierung plant für das kommende Jahr eine Neuverschuldung von 57,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem in Berlin veröffentlichten Etatentwurf von Finanzminister Schäuble hervor. Damit würde die Vorgabe zur Verringerung des Defizits aufgrund der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse genau eingehalten. Bis zum Jahr 2014 soll die jährliche Neuverschuldung auf 24,1 Milliarden Euro gedrückt werden.

MÜNCHEN: Bayern steht vor der Einführung des bundesweit strengsten Rauchverbots in der Gastronomie. Bei einem Volksentscheid siegten die strikten Rauchgegner klar. 61 Prozent der Wähler stimmten dafür, dass ab dem 1. August in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten nicht mehr geraucht werden darf. Ausgenommen ist das diesjährige Oktoberfest, bei dem das Verbot noch nicht gilt. Bei der Wahl wurde die Initiative "Ja! zum Nichtraucherschutz" von SPD, Grünen sowie Umwelt- und Gesundheitsorganisationen unterstützt. Der Sprecher der Initiative, Frankenberger, kündigte an, nun auch bundesweit aktiv werden zu wollen. Die Politik sei gefordert, den Nichtraucherschutz durch ein bundesweit einheitliches Arbeitsschutzgesetz umzusetzen.

LAGOS/BERLIN: Zwei Tage nach ihrer Entführung vor der Küste Nigerias sind zwölf Seeleute, darunter zwei Deutsche, wieder in Freiheit. Eine entsprechende Mitteilung des nigerianischen Militärs wurde vom Auswärtigen Amt in Berlin bestätigt. Der unter deutscher Flagge fahrende Frachter "BBC Polonia" war am Freitag vor der Küste des Niger-Deltas von einer Gruppe Bewaffneter überfallen worden. Zur Besatzung gehörten auch Russen, Litauer, Letten und Ukrainer.

ANKARA: Im Streit um den israelischen Angriff auf eine Hilfsflotte für den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen hat die Türkei ihren Luftraum für israelische Militärflüge generell gesperrt. Das Verbot könne auch auf zivile Flüge ausgeweitet werden, sagte der türkische Außenminister Davutoglu der Zeitung "Hürriyet". Er drohte Israel nochmals mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, sollte sich das Land für den Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte nicht entschuldigen. Israels Regierungschef Netanjahu hatte eine Entschuldigung für den Angriff auf die Hilfsflotte für die Palästinenser im Gazastreifen und den Tod von neun Türken an Bord ausgeschlossen.

BUKAREST: Die seit zwei Wochen anhaltenden Überschwemmungen in Rumänien weiten sich immer mehr auf den Unterlauf der Donau aus. In der Stadt Braila trat das Wasser über die Ufer. Dort wurden zunächst hundert Menschen in Sicherheit gebracht. Infolge des Hochwassers vor allem im Osten Rumäniens sind schon 23 Menschen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonne und Wolken wechseln sich ab. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 20 und 30 Grad.

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