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Nachrichten

Montag, 5. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GAZA-STADT: Auch am zweiten Tag nach Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen setzt die israelische Armee ihre Angriffe auf Ziele der radikal-islamischen Hamas-Organisation fort. Der israelische Rundfunk meldete, zuletzt seien 30 Ziele angegriffen worden. Bislang zeige Hamas allerdings noch keine offensichtliche Schwächung. Am Wochenende hatten die Soldaten bereits Gebiete im Norden unter ihre Kontrolle gebracht, aus denen militante Palästinenser Raketen auf Israel abgefeuert hatten. Nach übereinstimmenden Berichten gilt der Gazastreifen inzwischen als militärisch geteilt. Seit Beginn der israelischen Offensive sind weit mehr als 500 Palästinenser getötet worden. Israel meldet bislang einen getöteten Soldaten.

KAIRO: Vor dem Hintergrund der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen gibt es zahlreiche diplomatische Bemühungen um eine Feuerpause. Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg führt an der Spitze einer Delegation der Europäischen Union Gespräche zunächst in Ägypten. Dort und auch bei anschließenden Terminen in Jerusalem und im Westjordanland gehe es vorrangig um humanitäre Hilfe für die Palästinenser, hieß es. Parallel befindet sich Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu einer Vermittlungsmission im Nahen Osten. Nach örtlichen Fernsehberichten wird in Kairo auch eine Verhandlungsdelegation der radikal-islamischen Hamas erwartet.

BERLIN: Für das geplante zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung stehen nach Angaben von Unions-Fraktionschef Volker Kauder bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Summe verteile sich auf die Jahre 2009 und 2010, um die Verschuldungsgrenzen der Europäischen Union nicht zu verletzen, sagte er. Die SPD bringt vor den heute in Berlin beginnenden Koalitionsverhandlungen ein Paket von 40 Milliarden Euro vor allem mit Investitionen in den Kommunen ins Gespräch. CDU und CSU hatten sich erst in letzter Minute auf gemeinsame Vorschläge geeinigt. Dazu zählen Steuererleichterungen, niedrigere Krankenkassenbeiträge und Ausgaben für die öffentliche Infrastruktur.

MÜNCHEN: Der Chef des ifo-Wirtschaftsinstituts, Hans-Werner Sinn, sieht Deutschland vor der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Auch im Jahr 2010 werde es noch keinen Aufschwung geben, sagte Sinn der 'Bild'-Zeitung. Die Wirtschaftsleistung wird nach Erkenntnissen des Münchner Instituts um mindestens zwei Prozent schrumpfen. Der Ökonom rechnet zudem mit einer dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt. 2010 könnten dann wieder vier Millionen Menschen erwerbslos sein.

PARIS: Fast sieben Jahre nach dem Anschlag auf eine Synagoge im tunesischen Djerba mit 21 Todesopfern beginnt in der französischen Hauptstadt der Prozess gegen drei mutmaßliche Hintermänner. Vor dem Schwurgericht in Paris stehen ein deutscher Islamist sowie der Bruder des tunesischen Selbstmordattentäters. Dritter Angeklagter ist der El Kaida-Führer Khalid Scheich Mohammed, der wegen der Attentate in den USA vom 11. September 2001 in Guantanamo festgehalten wird. Im April 2002 hatte ein Selbstmordattentäter durch die Sprengung eines mit Flüssiggas gefüllten Lastwagens auf der tunesischen Ferieninsel 14 deutsche und und zwei französische Touristen sowie fünf Einheimische getötet.

NEU-DELHI: Die indischen Behörden haben Pakistan mutmaßliches Beweismaterial für eine Verwicklung von Pakistanern in die jüngsten Terrorangriffe in Bombay vorgelegt. Zugleich wurde die politische Führung in Islamabad aufgefordert, weitere Ermittlungen anzustellen und dabei zu helfen, die Hintermänner der Attacken vor Gericht zu bringen. Die Anschlagsserie von Ende November hatte zuletzt die Spannungen zwischen den Nachbarländern erheblich verschärft. Indien macht die in Pakistan ansässige Extremistengruppe Lashkar-e-Taiba für die Terrorwelle verantwortlich. Bei den Angriffen auf insgesamt zehn Ziele in Bombay, unter diesen auch zwei Luxushotels, waren 164 Menschen getötet worden.

MOGADISCHU: Im Golf von Aden hat ein französisches Kriegsschiff Piraten-Angriffe auf zwei Handelsschiffe vereitelt. 19 somalische Seeräuber wurden festgenommen, wie ein Regierungssprecher in Paris mitteilte. Sie hätten Waffen, Munition und Geräte zum Entern bei sich gehabt. Die Piraten sollen den Behörden in Mogadischu übergeben werden. An der EU-Mission vor der Küste Somalias beteiligt sich auch die deutsche Marine mit einer Fregatte.

ATHEN: Ein griechischer Polizist ist in der griechischen Hauptstadt von Unbekannten mit etwa 20 Schüssen aus einer automatischen Waffe lebensgefährlich verletzt worden. Der Angriff richtete sich nach Angaben der Behörden gegen einen Wachposten vor dem Kultusministerium in der Innenstadt von Athen. Bei der Suche nach den Tätern sind inzwischen mehrere Personen festgenommen worden. Erst im Dezember war es nach tödlichen Schüssen auf einen 15-Jährigen bei einem Polizeieinsatz in Athen mehr als zwei Wochen lang gewaltsamen Protesten in ganz Griechenland gekommen.

KÖLN/BONN: Bis zu 20 Zentimeter Schnee und Glatteis haben den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmgelegt. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Mehrere Autobahnen wurden gesperrt. Der Flugverkehr war ebenfalls behindert. Der Airport Düsseldorf musste wegen des starken Schneefalls vorübergehend komplett gesperrt werden. Auch die Bahn meldete Probleme mit dem Schneewetter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von den Mittelgebirgen bis zu den Alpen meist stark bewölkt und zeitweise Schneefall. Nach Norden hin Auflockerungen. Höchstwerte minus fünf bis null Grad.

Zuletzt meldeten bei Schneewetter:

Hamburg: minus 7 Grad;
Berlin: minus 4 Grad;
Dresden: minus 1 Grad;
Köln/Bonn: minus 1 Grad;
Frankfurt am Main: minus 2 Grad und
München: minus 5 Grad;

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