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Nachrichten

Montag, 4. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Internet Symbolbild mit Globus

BRASILIA: Die Präsidentschaftswahl in Brasilien muss in einer Stichwahl entschieden werden. Nach Angaben der Wahlbehörde erhielt die Favoritin Dilma Rousseff 46,9 Prozent der Stimmen. Sie verpasste damit knapp die für einen Sieg im ersten Wahlgang notwendige absolute Mehrheit. Die Wunschnachfolgerin des scheidenden Präsidenten Lula da Silva tritt Ende Oktober gegen den Oppositionskandidaten, São Paulos Ex-Gouverneur José Serra, an, der 32,6 Prozent der Stimmen erreichte.

WASHINGTON: Islamische Terroristen haben laut US-Medien mehrere Ziele in Berlin, darunter das Luxus-Hotel Adlon am Brandenburger Tor, für mögliche Anschläge ausgewählt. Wie der TV-Sender Fox News unter Berufung auf westliche Geheimdienstkreise berichtet, seien auch der Eiffelturm und die Kathedrale Notre Dame in Paris sowie die britische Königsfamilie im Visier von Terrorkommandos. Das amerikanische Außenministerium hatte seine Bürger am Sonntag vor möglichen El-Kaida-Anschlägen in Europa gewarnt. Dagegen erklärte das Bundesinnenministerium in Berlin, es gebe weiterhin keine konkreten Hinweise auf bevorstehende Anschläge.

ISLAMABAD: In Pakistan haben radikal-islamische Taliban-Kämpfer wieder Lastwagen mit Treibstoff für die NATO-Truppen angegriffen. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 20 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Drei Menschen seien getötet worden, sagte ein Sprecher. Der Überfall ereignete sich nahe der Hauptstadt Islamabad. Es war bereits der dritte Angriff innerhalb weniger Tage. Seither ist eine der wichtigsten Nachschubrouten nach Afghanistan geschlossen. Die Taliban kündigten an, in den kommenden Tagen weitere Anschläge dieser Art verüben zu wollen.

BERLIN: Bundespräsident Wulff hat faire Verhandlungen mit der Türkei über einen möglichen EU-Beitritt angemahnt. Die Gespräche müssten auch ergebnisoffen geführt werden, forderte Wulff im Ersten Deutschen Fernsehen. Bei seiner bevorstehenden Reise in die Türkei Mitte Oktober wolle er vor allem anerkennen, dass es dort Prozesse gebe, die hohe Aufmerksamkeit verdienten. Manches gehe ihm aber nicht weit genug, sagte das Staatsoberhaupt. Wenn Deutschland offen sei für Moscheen und Muslime und den Islam, dann müsse die Türkei auch offen sein für das Christentum.

SARAJEVO: Bei den Staatspräsidiums- und Parlamentswahlen in Bosnien-Herzegowina liegt nach ersten Ergebnissen Bakir Izetbegovic in Führung. Der 54-jährige Sohn des ersten bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic komme auf 34 Prozent der Stimmen, meldete die Wahlkommission. Damit könnte er als Vertreter der Muslime in das dreiköpfige höchste Staatsorgan einziehen. Die bisherigen Vertreter der Serben und Kroaten an der Staatsspitze wurden den Ergebnissen zufolge im Amt bestätigt.

AMSTERDAM: In den Niederlanden steht der Rechtspopulist Wilders wegen Diskriminierung und Volksverhetzung vor Gericht. Er soll sich unter anderem für islamfeindliche Äußerungen in Reden und Zeitungsinterviews verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 47-jährigen Abgeordneten bis zu 16 Monate Gefängnis sowie eine Geldstrafe. Wilders Freiheitspartei war bei der Wahl vor vier Monaten drittstärkste politische Kraft in den Niederlanden geworden. Sie soll künftig eine Minderheitsregierung aus Rechtsliberalen und Christdemokraten dulden. Das Gerichtsurteil wird Anfang November erwartet.

PEKING: Mit einem eindringlichen Appell zur Einigkeit hat UN-Klimachefin Figueres eine UN-Konferenz zum Kampf gegen die Erderwärmung eröffnet. An dem sechstägigen Treffen in der chinesischen Stadt Tianjin nehmen Experten aus 160 Ländern teil. Sie wollen den Weltklimagipfel in zwei Monaten im mexikanischen Cancun vorbereiten. Erstmals findet damit eine große UN-Klimakonferenz in der Volksrepublik statt. Das bevölkerungsreichste Land ist der größte Treibhausgasproduzent und Energieverbraucher.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Südosten viel Sonnenschein. Im Westen und Nordwesten wechseln sich Sonne und Wolken ab. Tageshöchstwerte 15 bis 25 Grad.

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