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Nachrichten

Montag, 4. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Fiat-Chef Sergio Marchionne hat für die Übernahme von Opel einen fertigen Masterplan ausgearbeitet. Der "Financial Times" sagte Marchionne, er wolle die Autosparte des Fiat-Konzerns ausgliedern und mit Chrysler und dem Europageschäft von General Motors fusionieren. Ziel sei die Schaffung einer neuen Aktiengesellschaft, die den Namen "Fiat/Opel" tragen könnte. Der Konzern soll den Plänen zufolge bis zu sieben Millionen Autos jährlich herstellen und zur weltweiten Nummer zwei hinter Toyota aufsteigen. Marchionne kommt an diesem Montag in Berlin mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier zusammen. Guttenberg betonte ausdrücklich, dass er von den Gesprächen noch keine Entscheidung über die Zukunft von Opel erwarte.

MÜNCHEN: Die Krise der Immobilienbank Hypo Real Estate verschärft sich weiter. Nach einem Bericht des "Handelsblatt" sind im ersten Quartal erneut Verluste von etwa 500 Millionen Euro aufgelaufen. Die Kernkapitalquote sei unter die vorgeschriebenen vier Prozent gesunken. Vorstandschef Axel Wieandt hatte bereits angekündigt, dass die HRE in diesem und im nächsten Jahr rote Zahlen schreiben werde. An diesem Montag läuft das Übernahmegebot des staatlichen Banken-Rettungsfonds für den Immobilienfinanzierer aus. Großinvestor J.C. Flowers will das Angebot von 1,39 Euro je Aktie jedoch nicht annehmen und sieht gute Chancen, eine vollständige Verstaatlichung der HRE gerichtlich verhindern zu können.

CANBERRA: Wegen der Finanzkrise verschiebt Australien die Einführung des Emissionshandels um ein Jahr. In der schweren Rezession müssten die Klimaschutzmaßnahmen angepasst werden, sagte Ministerpräsident Kevin Rudd. Daher müsse die Industrie ein Jahr später als geplant, also erst 2011 Luftverschmutzungsrechte erwerben. Außerdem kündigte er an, den Schadstoffausstoß insgesamt noch stärker vermindern zu wollen, Voraussetzung sei aber ein Abkommen der internationalen Klimaschutzkonferenz im Dezember in Kopenhagen .

MEXIKO-STADT: In Mexiko ist die Zahl der Menschen, die nachweislich an den Folgen der so genannten Schweinegrippe gestorben sind, auf 22 angestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, die Erkrankungsrate habe ihren Höhepunkt erreicht und sei nun rückläufig. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in Genf wurden rund 900 Krankheitsfälle weltweit bestätigt. Sie rief die internationale Öffentlichkeit auf, dem neuartigen Virus weiterhin mit Wachsamkeit zu begegnen. In Deutschland haben sich bislang acht Patienten mit dem neuen Virus vom Typ H1N1 infiziert. Auch der Chef des für Krankheitsüberwachung zuständigen Robert-Koch-Instituts in Berlin, Jörg Hacker, mahnte zu umsichtigem Verhalten. Zwar sei die Zahl der Infizierten "relativ gering", doch übertrage sich der Erreger leicht von Mensch zu Mensch. Zur besseren Vorbeugung und Bekämpfung der Infektionskrankheit müssen Ärzte in Deutschland neue Verdachts- und Erkrankungsfälle dem Gesundheitsamt melden.

PANAMA-STADT: Der konservative Oppositionskandidat Ricardo Martinelli hat die Präsidentschaftswahl in Panama klar gewonnen. Wie die Wahlkommission mitteilte, erhielt der 57-jährige Großunternehmer nach dem bisherigen Stand der Auszählung 61 Prozent der Stimmen. Seine Gegnerin von der regierenden Demokratischen-Revolutionären Partei, Balbina Herrera, kam auf 37 Prozent. Martinelli, der ein Imperium aus Supermärkten, Banken und landwirtschaftlichen Unternehmen führt, kündigte an, eine Regierung der nationalen Einheit bilden zu wollen. Im Wahlkampf hatte er die Bekämpfung der Armut in dem zentralamerikanischen Land versprochen.

NEU DELHI: Ein überfüllter Bus ist im indischen Teil Kaschmirs fast 250 Meter tief in einen Fluss gestürzt. Nach Angaben der Polizei kamen mindestens 30 Menschen ums Leben. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden als der Kleinbus von einer Bergstraße abkam. Offenbar habe der Fahrer in einer scharfen Kurve die Kontrolle verloren, sagte ein Polizeisprecher. Unklar ist, wie viele Menschen mitgefahren waren. In der Region kommt es immer wieder zu Busunfällen, denn die Straßen sind schlecht, die Fahrzeuge meistens überfüllt und in schlechtem Zustand.

WIEN: Im Alter von 89 Jahren ist der österreichische Volks- und Charakterschauspieler Fritz Muliar gestorben. Muliar hatte noch am Sonntag in Wien auf der Bühne gestanden. Im Laufe seiner fast 70 Jahre dauernden Karriere trat er in mehr als 100 Kino- und TV-Filmen auf. Bekannt wurde Muliar unter anderem durch die Verkörperung des "Braven Soldaten Schwejk".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordwesthälfte Wechsel von Sonne und Wolken und einzelne Schauer. Richtung Südosten stärkere Bewölkung und gebietsweise Regen. Tageshöchstwerte nur noch neun bis 16 Grad.

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