1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 4. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: Durch einen Selbstmordanschlag auf ein Einkaufszentrum in Dimona im Süden Israels sind nach Angaben der Polizei mindestens vier Menschen getötet und etwa weitere zehn verletzt worden. Wie der örtliche Rundfunk berichtet, hat sich inzwischen die militante Palästinenserorganisation 'Islamischer Dschihad' zu dem Anschlag bekannt. Es handelte sich um das erste Selbstmordattentat in Israel seit dem 29. Januar vergangenen Jahres. Die Regierung hatte nach der gewaltsamen Öffnung der Grenze des Gazastreifens zu Ägypten vor rund zwei Wochen auf die drohende Gefahr von Anschlägen durch palästinensische Selbstmordattentäter hingewiesen.

BELGRAD: Bei der Präsidentenwahl in Serbien hat der westlich orientierte Amtsinhaber Boris Tadic einen knappen Sieg errungen. Nach vorläufigen Ergebnissen der Wahlkommission sprachen sich rund 51 Prozent der Wähler für Tadic aus. Sein ultra-nationalistischer Herausforderer Tomislav Nikolic landete bei etwa 47 Prozent. Die Abstimmung galt als Richtungsentscheidung über den politischen Kurs des Landes nach einer Unabhängigkeit des Kosovo. Tadic will unabhängig von den Entwicklungen in der südserbischen Provinz mit mehrheitlich albanisch-stämmiger Bevölkerung an der Annäherung an die Europäische Union festhalten. Diese begrüßte inzwischen seine Wiederwahl. Ein so genanntes Assoziierungs-Abkommen als erster Schritt hin zu einer EU-Mitgliedschaft liegt aber derzeit noch auf Eis.

BAGDAD: Durch einen US-Luftangriff gegen mutmaßliche Extremisten des Terror-Netzwerkes 'El Kaida' sind nach amerikanischen Militärangaben versehentlich auch neun irakische Zivilisten getötet worden. Nach einem Bericht der 'New York Times' fand der Bombenangriff etwa 40 Kilometer südlich von Bagdad statt. Bei den Todesopfern handele es sich mehrheitlich um sunnitische Wachleute, die zuletzt als Garanten für Erfolge im Kampf gegen Aufständische im Irak galten. Die US-Armee hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

ISLAMABAD: Durch einen Selbstmordanschlag auf einen Bus der Streitkräfte sind in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens sechs Menschen getötet und etwa 30 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Militärs sprengte sich der Attentäter im morgendlichen Berufsverkehr auf einem Motorrad in die Luft, das den Bus zuvor gerammt hatte. Der Tatort ist nicht weit vom Haupteingang zum Stützpunkt einer Armeeeinheit entfernt. In Pakistan hatte es zuletzt immer wieder Anschläge gegen Militäreinrichtungen und Angehörige der Streitkräfte gegeben. Meist wurden moslemische Extremisten mit Verbindungen zum Terror-Netzwerk 'El Kaida' oder den Taliban dafür verantwortlich gemacht.

COLOMBO: Begleitet von neuerlichen Angriffsdrohungen tamilischer Rebellen haben in der Hauptstadt Sri Lankas die offiziellen Feiern zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien stattgefunden. Unter größten Sicherheitsvorkehrungen zogen Regierungstruppen mit Panzern und Raketenwerfern durch Colombo. Präsident Mahinda Rajapaksa warnte in seiner Ansprache vor weiteren Gewalt-Akten. Bereits am Wochenende waren 29 Menschen durch mehrere Anschläge getötet worden. Die Regierung machte tamilische Aufständische verantwortlich.

LUDWIGSHAFEN: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Ludwigshafen sind neun Menschen getötet worden. 24 Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei gab es rund 60 Verletzte. An den Rettungsarbeiten waren zeitweise 500 Menschen beteiligt. Die Ursache des Feuers ist unklar. Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Das Landeskriminalamt ermittelt. Der Brand ereignete sich am Rande eines Faschingsumzuges.

KÖLN: Nach dem Rücktritt der Vorsitzende Heide Simonis sind neue Vorwürfe gegen Unicef Deutschland laut geworden. Die "Frankfurter Rundschau" schreibt, das UN-Kinderhilfswerk habe einen Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu Verschwendung und Misswirtschaft bei Unicef falsch wiedergegeben. In der Sonderuntersuchung zu dem Thema habe die KPMG durchaus Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Wirtschaftsprüfer sähen einen Widerspruch zu ihren Feststellungen und der Unicef-Presseerklärung dazu. Simonis hatte am Samstag als Begründung für ihren Rücktritt erklärt, der Vorstand sei nicht bereit gewesen, für transparente Finanzstrukturen zu sorgen.

NEW YORK: Trotz eines dringenden Appells von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Kriegslage im Tschad hat sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorerst nicht auf eine Erklärung zu den dortigen Kämpfen einigen können. Wie nach mehr als dreistündiger Debatte aus New York verlautete, äußerte Russland Einwände gegen einen ersten französischen Textentwurf. Darin sollten die UN-Mitglieder aufgerufen werden, die Regierung von Tschad-Präsident Idriss Deby notfalls auch militärisch zu unterstützen. Die außerordentliche Sitzung des Sicherheitsrates war einberufen worden, nachdem sich die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen am Wochenende zugespitzt hatten. Die Führung in N'Djamena erklärte zuletzt, die Hauptstadt sei wieder unter ihrer Kontrolle. Eine unabhängige Bestätigung gibt es dafür nicht. Die französische Luftwaffe hat inzwischen mehr als 700 Ausländer vor den Kämpfen in Sicherheit gebracht.

ERIWAN: Tausende Oppositionsanhänger haben in der armenischen Hauptstadt Eriwan für ihren Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen, Artur Bagdassarjan, demonstriert. Der 39-jährige Oppositionsführer warf der Regierung bei einer Kundgebung Korruption und Unfähigkeit in der Wirtschafts- und Sozialpolitik vor. In Armenien wird in gut zwei Wochen der Nachfolger von Präsident Robert Kotscharjan gewählt. Dieser steht seit 1998 an der Spitze der früheren Sowjetrepublik. Im Jahr 2003 war er für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden.

TEHERAN: Der Iran hat der Öffentlichkeit im staatlichen Fernsehen sein erstes Raumfahrtzentrum präsentiert. Der genaue Standort blieb ungenannt, soll sich aber in der nördlichen Provinz Semnan befinden. Zugleich wurde nach dem TV-Bericht eine Forschungsrakete mit dem Namen 'Explorer-1' ins All geschossen. Bilder wurden nicht gezeigt, allerdings der Transport eigener Satelliten für das nächste Jahr in Aussicht gestellt. Im Februar vergangenen Jahres war eine iranische Rakete zum Rand des Alls aufgestiegen, hatte aber noch keine Umlaufbahn erreicht.

RIO DE JANEIRO / KÖLN: Mit viel nackter Haut, farbenprächtigen Kostümen und Samba-Musik hat in Brasiliens Metropole die zweitägige Karnevalsparade begonnen. An dem Umzug beteiligen sich 14 Samba-Organisationen. Die Parade wird von Millionen von Zuschauern in ganz Brasilien an den Fernsehgeräten daheim, in Kneipen oder bei Partys verfolgt. Auch in Deutschland erreicht der diesjährige Karneval mit den Rosenmontags-Umzügen in den Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz seinen Höhepunkt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten wolkenreich mit Schauern, nach Osten hin Aufheiterungen und trocken. Höchstwerte zwischen drei Grad in der Eifel und zwölf Grad am Alpenrand.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: zwei Grad, wolkig;

Berlin: minus ein Grad, leicht bewölkt ;

Dresden: zwei Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: fünf Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: ein Grad, stark bewölkt und

München: sechs Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema